13.01.2012, 08:10 Uhr | dpa-AFX
Die Stabilität der deutschen Stromversorgung ist einem Pressebericht zufolge in diesem Winter offenbar nur mit Mühe aufrecht zu erhalten. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" musste der Netzbetreiber Tennet bereits am 8. und am 9. Dezember aus diesem Grund erstmals auf die von der Bundesnetzagentur definierte Kaltreserve österreichischer Kraftwerke zurückgreifen.
Dafür musste unter anderem ein altes Öl-Kraftwerk bei Graz wieder ans Netz gebracht werden, wie die Bundesnetzagentur der Zeitung zufolge bestätigte. Um den Betrieb des deutschen Höchstspannungsnetzes kümmern sich vier Unternehmen. Im Westen Deutschlands ist die frühere RWE-Tochter Amprion zuständig, im Osten 50Hertz - ehemals Vattenfall - und in Baden-Württemberg EnBW. Das Gebiet von Norddeutschland über Hessen bis nach Bayern deckt der Betreiber Tennet ab. Der Teil gehörte bis zum Jahr 2010 dem Versorger E.ON.
Eine Tennet-Sprecherin sagte der "Welt", eine Kombination aus hoher Windkraft-Leistung im Norden und der hohen Verbrauchslast im Süden sei die Ursache dafür gewesen, dass an den beiden Dezember-Tagen zusätzlicher Strom aus Österreich gebraucht geworden war.
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Das Sturmtief "Ekkehard" hatte in der Zeit für ein fast volles Windkraftangebot von rund 20.000 Megawatt in Norddeutschland gesorgt. Wegen fehlender Leitungen konnte diese Energie aber nicht nach Süden transportiert werden. Erschwerend sei hinzugekommen, dass der Block C des Atomkraftwerks Gundremmingen des Versorgers RWE unplanmäßig abgeschaltet war, weil zwei der 784 Brennelemente wegen leichter Defekte ausgetauscht werden mussten.
Nach Angaben von Tennet musste das Unternehmen im vergangenen Jahr an 306 Tagen insgesamt 990 Mal mit Sondermaßnahmen in den Energiemarkt oder den Netz- und Kraftwerksbetrieb eingreifen, um die Netzstabilität gewährleisten zu können. Im Vorjahr 2010 waren es noch 298 Eingriffe an 161 Tagen - die Zahl hat sich also mehr als verdreifacht.
Die Kosten für solche Sondermaßnahmen der Netzstabilisierung gehen laut Tennet "in die Millionen". Auch beim ostdeutschen Netzbetreiber 50Hertz gab es dem Bericht zufolge Eingriffe. Im vergangenen Jahr mussten an 41 Tagen Windparks in Ostdeutschland mit einer Leistung von bis zu 250 Megawatt entschädigungslos abgeschaltet werden, sagte ein Sprecher dem Blatt auf Nachfrage. Im Jahr zuvor war dies nur an sechs Tagen nötig geworden.
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Quelle: dpa-AFX
Elektrofachmann schrieb:
am 5. Januar 2012 um 19:51:13
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Österreich rettet die deutsche Stromversorgung
Bin erstaunt, dass man sich nun wundert, dass eingetroffen ist, was zu erwarten war. Das
kommt davon, wenn Politiker über Dinge entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben. Die Techniker und Ingenieure haben nicht umsonst vor der gleichzeitigen und schnellen Abschaltung so vieler AKWs gewarnt. Im Sommer ging es erstmal gut, aber nun ist Winter (und noch nicht mal ein strenger) und jetzt geht es los. Aber für Claudia Roth ist ja alles i. O., solange sie nicht mal im Aufzug stecken bleibt.
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matti38 schrieb:
am 5. Januar 2012 um 19:48:54
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Als ich
die Schlagzeile gelesen habe "Österreich rettet Deutschland" dachte ich schon, die Ösis revanchieren sich und wir werden annektiert! ;-)
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Jo schrieb:
am 5. Januar 2012 um 19:46:28
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Strom
in ganz Europa werden neue AKWs gebaut!!!
nur Deutschland glaubt wir brauchen das nicht.
wie naiv, dumm, unverantwortlich sind unsere Politiker!!!
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Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video