
16.08.2011, 08:13 Uhr | Financial Times Deutschland
Moderner TAN-Generator: ein taschenrechnerähnliches Gerät soll Online-Banking sicherer machen (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die TAN-Liste hat bei einigen Banken in Kürze ausgedient. Viele ersetzen sie, damit Überweisungen sicherer werden. Für die erhöhte Sicherheit bitten einige Geldinstitute ihre Kunden zur Kasse.
Wo ist nur der verdammte Zettel mit den iTANs? Wer das Panikgefühl kennt, wenn flugs die offene Rechnung per Online-Überweisung beglichen werden soll, die Liste mit den Transaktionsnummern aber unauffindbar ist, kann aufatmen: 2012 ist Schluss mit der Zettelwirtschaft, zumindest bei Postbank, Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Andere Häuser wollen folgen. TANs per SMS und Generator sollen für mehr Sicherheit beim Online-Banking sorgen - kommen Kunden oft aber teurer.
Bei der sogenannten SMS- oder Mobile TAN muss der Kontoinhaber sein Handy bei der Bank registrieren. Danach kann er sich bei Online-Überweisungen die TAN auf sein Mobiltelefon schicken lassen. Bei der zweiten Variante erhält der Kunde ein taschenrechnerähnliches Gerät, in das er seine Bankenkarte steckt und dann auf zwei verschiedenen Wegen eine TAN generiert: Entweder hält er den Generator an den Computerbildschirm und liest dort den Barcode ein, der auf der Überweisungsmaske erscheint. Oder er tippt einen im Online-Überweisungsformular angegebenen Zahlencode in den Generator, mit dem die TAN berechnet wird.
Der Vorteil: Bei den neuen Verfahren bekommt der Kunde Geldbetrag und Empfänger der Überweisung in der SMS oder auf dem Generator mit angezeigt, um die Daten noch einmal kontrollieren zu können. "Wichtig ist, dass der Kunde den Betrag und die Kontonummer des Empfängers, die auf Handy oder Generator erscheinen, mit seinen Überweisungsdaten abgleicht - und nicht mit denen auf dem Computerbildschirm", sagt eine Postbank-Sprecherin.
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"Stimmen die Daten nicht überein, sollte der Kunde den Vorgang sofort abbrechen, da es sich um einen Hackerversuch handeln könnte." Dies war bei der iTAN das Problem: Kriminelle schalteten sich zwischen Überweisungsmaske und TAN-Eingabe, um Betrag und Empfangskonto zu manipulieren.
Mit den neuen TANs soll das nicht mehr möglich sein: Die Zahl wird aus den Überweisungsdaten berechnet, für einen anderen Empfänger oder einen höheren Überweisungsbetrag wäre sie nicht gültig. Außerdem verfällt sie nach wenigen Minuten, wenn sie nicht verwendet wird.
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Die Postbank gibt seit April keine neuen iTAN-Listen mehr aus, sondern bietet nur die neuen Modelle an. Während Sparkassen und Genossenschaftsbanken die iTAN ebenfalls bis Jahresende abschaffen, halten Häuser wie Apobank, Targobank und ING-Diba an ihr fest, führen aber ab August die TAN per SMS als zusätzliches Verfahren ein. Technisch ist die Umstellung für Kunden einfach: Handyregistrierung und Generatorbestellung können online erledigt werden.
Weniger kundenfreundlich sieht es auf der Kostenseite aus. Während die TAN-Papierlisten kostenlos waren, müssen Kontoinhaber SMS-TANs teilweise bezahlen. Und die Kosten für die Generatoren tragen sie in der Regel auch. Einige Institute bieten kostenlose SMS an, andere fordern zwischen 7 und 20 Cent pro TAN. Auch unter den einzelnen regionalen Sparkassen herrschen Preisunterschiede.
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"Die Institute legen die Konditionen selber fest", sagt eine Sprecherin des Sparkassenverbands. Während etwa die Hamburger und die Berliner Sparkasse die SMS-TAN kostenlos im Kontopaket mit anbieten, zahlen Kunden der Sparkasse Bodensee oder München 9 Cent pro Nummer. Bei Spardabanken und Volks- und Raiffeisenbanken gibt es ebenfalls unterschiedliche Angebote.
Für diejenigen, die viele Einzelüberweisungen im Monat tätigen und die Wahl haben, lohnt sich der Generator: Je nach Kontomodell, Onlinebestellung oder Selbstabholung liegen die Preise pro Gerät zwischen 5 und 13,50 Euro - jedoch nur einmalig. Da die Generatoren Einheitsgeräte sind, reicht in der Regel einer pro Haushalt. Die meisten Generatoren funktionieren sogar institutsübergreifend.
Kunden, die ihr Konto über Handy oder Smartphone verwalten, sollten ebenfalls den Generator wählen. Gerät das Telefon in falsche Hände und befinden sich die Kontozugangsdaten darauf, kann leicht per SMS-TAN-Verfahren Geld transferiert werden. Der Nachteil: Man muss das Gerät mit sich herumtragen. Deshalb könnte es bald wieder heißen: Wo ist nur der verdammte TAN-Generator?
Ratgeber Vor- und Nachteile von Internetbanken
Quelle: Financial Times Deutschland
Wuti schrieb:
am 22. Juli 2011 um 20:00:31
(1)
(3)
Generator
Das sm@rt-TANplus-Verfahren meiner Bank ist völlig unzuverlässig. Der Generator oder was auch immer funktioniert häufig nicht -
nach dem 3. Fehlversuch ist ein Anruf bei der Bank erforderlich.
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Problembär schrieb:
am 22. Juli 2011 um 19:56:17
(1)
(6)
TAN-Generator
Warum all überhaupt das Handy auswählen ist mir schleierhaft. Ich stand bei der Umstellung vor der Wahl ; Handy oder
TAN-Generator und hab mich für das zweite entschieden. Es ist Bombensicher und kostenlos. Zudem giilt mein Wahlspruch, dass mir kein Handy ins Haus kommt. Das alte Benutze ich nur noch als Wecker.
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Ritschy schrieb:
am 22. Juli 2011 um 19:55:23
(2)
(5)
Generator
Ich habe den Generator bei unserer Sparkasse (Herford) kostenlos bekommen und brauche auch nichts für die generierte Tan Nummer
extra bezahlen, deshalb finde ich die Generator Lösung auch die beste.
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