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Opel-Betriebsrat: Nächste zwei bis vier Wochen entscheidend

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Opel-Betriebsrat: Nächste vier Wochen entscheidend

13.05.2009, 20:33 Uhr | bab

Schulterschluss der Gewerkschaften (Quelle: dpa) Schulterschluss der Gewerkschaften (Quelle: dpa)Die Suche nach einem Investor für den angeschlagenen Autobauer Opel geht nach Betriebsratsangaben in die entscheidende Phase. "Die nächsten zwei, drei, vier Wochen werden sehr wichtige und entscheidende Wochen für dieses Unternehmen und die Zukunft", sagte der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz nach einem Treffen mit italienischen und deutschen Gewerkschaftsvertretern in Frankfurt.

Weitere Treffen geplant

Nach Angaben von Bruno Vitali von der italienischen Gewerkschaft FIM-CISL sind auch weitere deutsch-italienische Gewerkschaftstreffen geplant. "Wir brauchen den Kontakt zwischen den Gewerkschaften, um die Arbeitsplätze zu verteidigen", sagte er. Er betonte, auch den italienischen Gewerkschaften seien die Fiat-Pläne mit Opel unbekannt: "Wir finden es unakzeptabel, dass wir von den deutschen Kollegen Informationen bekommen müssen, die auch italienische Werke betreffen", sagte er. Man sei in großer Sorge um einige Fiat-Werke.

Verlust von 18.000 Jobs befürchtet

Beide Seiten befürchten für den Fall eines Fiat-Einstiegs bei Opel einen Verlust von europaweit 18.000 Arbeitsplätzen. "Wir befürchten, dass mit Brachialgewalt Arbeitsplätze zerschlagen würden", sagte Franz. Italiener und Deutsche teilten diese Sorge. Dabei betonte der Betriebsrat, dass sich Fiat bisher noch nicht offiziell am Bieterverfahren beteilige. Die Italiener hätten sich noch keine Unterlagen bei der entsprechenden Bank abgeholt und keine Einsicht in die ersten Datenunterlagen zu Opel genommen

Gewerkschaft macht Front

Franz beklagte zudem, dass Fiat bisher keine Details seiner Pläne mit Opel vorgelegt habe. Fiat-Chef Sergio Marchionne werde es nicht schaffen, die Arbeitnehmer verschiedener Länder gegeneinander auszuspielen. Zwar stünden die Opel-Beschäftigten Fiat "nicht grundsätzlich feindlich" gegenüber. Die Arbeitnehmervertreter müssten aber von Anfang an in alle Verhandlungen einbezogen werden. Für die kommende Woche ist der IG Metall zufolge ein Treffen deutscher und österreichischer Gewerkschafter geplant, dabei soll es um einen möglichen Einstieg von Magna bei Opel gehen.

Noch kein Konzept

Die Beauftragte der IG Metall für Opel, Sabine Maaßen, betonte, dass den Gewerkschaften bis heute weder von Fiat noch von dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna ein Konzept vorliegt. Die Gewerkschaften hätten sich am Mittwoch geeinigt, dass sie jedes Konzept potenzieller Investoren auf nationaler und europäischer Ebene auf seine Auswirkungen auf die Arbeitnehmer sowie auf Arbeitsplätze hin überprüfen werden.

Kritik an Marchionne

Franz vermied es unterdessen, klar Stellung für Magna oder für Fiat zu beziehen: "Ich stehe allen Investoren gegenüber offen." Er ließ aber durchblicken, dass er im Fiat-Konzept eine größere Gefahr von Stellenstreichungen sieht. Außerdem kritisierte er das Vorhaben von Fiat-Chef Sergio Marchionne, die Zukunftsfähigkeit über die pure Größe eines Welt-Konzerns mit Fiat, Chrysler und Opel zu erreichen. "Die Antwort auf die Autokrise sind kein Mega-Merger, sondern es sind die Unternehmen, die am schnellsten am Markt sind mit hoch innovativen Technologien, insbesondere in der Frage des CO2-Ausstoßes." Magna sei in Sachen Innovation auf einer ähnlichen Qualitätsstufe wie Opel.




Quelle: dapd , t-online.de , dpa-AFX

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