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Guttenberg: "Seriöse Interessenten für Opel"
01.04.2009, 15:32 Uhr | bv
Opel - Ringen um Rettung geht weiter (Quelle: ddp)Die Bemühungen um die Rettung des angeschlagenen Autobauers Opel gehen weiter. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte, die Bundesregierung führe bereits seit Wochen intensive Gespräche mit Interessenten für eine Beteiligung an Opel. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) geht derweil davon aus, dass Opel um Werksschließungen nicht herumkommen wird.
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Verzicht und Sparen
Hering sagte dem "Pfälzischen Merkur" in Zweibrücken, um überleben zu können, müsse der Autobauer 1,2 Milliarden Euro pro Jahr einsparen und 20 bis 30 Prozent seiner Kapazitäten abbauen. Auch die Mitarbeiter müssten ihren Teil beitragen und auf zehn bis 20 Prozent ihrer Einkommen verzichten.
Schröder für staatliche Opel-Hilfe
Hering hält wie andere SPD-Politiker eine vorübergehende staatliche Beteiligung zur Rettung von Opel für sinnvoll. Zuletzt forderte auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Staatshilfe für die
GM-Tochter. Die Bundesregierung solle mit eigenen Konzepten auf angeschlagene Unternehmen wie Opel oder Schaeffler zugehen.
Guttenberg: "Seriöse Interessenten"
Bundeswirtschaftsminister Guttenberg erklärte derweil, unter den Interessenten, mit denen verhandelt werde, gebe es "einige, die ich als seriös bezeichnen würde". Allerdings wollten die Investoren Kriterien für ihren Einstieg erfüllt sehen. Es gebe hier "unterschiedliche Wünsche", so Guttenberg. Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel genannte "Task Force" sei nicht neu, sondern werde jetzt lediglich ergänzt.
CDU weiter gegen Staatshilfen
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) bekräftigte derweil sein Nein zu direkten Staatshilfen für den angeschlagenen Autobauer Opel, wie es auch die Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch in Rüsselsheim getan hatte. Direkte Hilfen müsse der Staat auf absolute Ausnahmefälle beschränken, weil er sich sonst übernehme und zudem der Wettbewerb verzerrt werde. Tillich erklärte: "So bitter das ist: Wir können nicht Opel helfen und so tun, als habe das keine Auswirkungen auf alle anderen deutschen Autobauer."
Quelle: dapd
, dpa-AFX
, dpa
, t-online.de