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Magna einigt sich mit GM über Opel-Kauf
30.05.2009, 10:47 Uhr | oca / bv /fre
Opel: Magna und GM haben sich geeinigt (Quelle: dpa)Die Opel-Rettung geht auf die Zielgerade: Der mögliche Opel-Investor Magna und General Motors (GM) haben sich auf ein Konzept für die Übernahme des angeschlagenen deutschen Autokonzerns geeinigt. Der Vorschlag wird nun von Experten der Regierung geprüft und dann bei dem Opel-Spitzentreffen der Bundesregierung am späten Freitagabend beraten. Die Forderung an die Bundesregierung: Deutschland soll eine Brückenfinanzierung von 1,5 Milliarden Euro leisten, die nach Abschluss des Deals zurückzuzahlen wäre.
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Alles hängt am Magna-Konzept für Opel
Noch ist aber nichts unter Dach und Fach: Erst wenn die Experten das Magna-Konzept als geeignete Grundlage für weitere Verhandlungen erachteten, trete die Spitzenrunde aus Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der vier Länder mit Opel-Standorten wieder mit den Opel-Beteiligten zusammen, hieß es aus Regierungskreisen.
Steuerzahler soll nicht belastet werden
Falls das Konzept dagegen für unzureichend befunden werde, würden noch einmal Nachbesserungen angemahnt. Kernkriterium für die Bewertung sei, dass der deutsche Steuerzahler nicht belastet werde. Die Dauer dieses zweiten Krisentreffens innerhalb weniger Tage im Kanzleramt blieb offen. Allerdings ist eine rasche Lösung für Opel nötig, um den deutschen Autobauer aus der für Montag erwarteten Insolvenz seines Mutterkonzerns
General Motors (GM) herauszuhalten. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft von Opel fällt ohnehin in Detroit.
Entscheidung bereits in der Nacht?
Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) hofft auf eine Entscheidung noch in der Nacht zum Samstag. Die Lage sei aber weiterhin schwierig. "Wir brauchen ein belastbares, tragfähiges Ergebnis für die Zukunft", so Steinmeier. "Ich bin und bleibe zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann, wenn alle sich dieser Verantwortung bewusst sind."
Rüttgers kritisiert GM
Am Nachmittag waren Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der vier Opel-Länder zu weiteren Beratungen zusammengekommen. Dabei sollte das weitere Vorgehen besprochen werden. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) kritisierte dabei das GM-Management scharf. Sollte auch das heutige Spitzentreffen scheitern, müsse es bei GM personelle Konsequenzen geben. Das bisherige Verhalten des US-Autobauers bezeichnete er als "inakzeptabel".
Fiat: Neue Forderungen erhöhen das Risiko
Der italienische Autobauer
Fiat hatte zuvor mitgeteilt, nicht mehr an dem Krisentreffen teilnehmen zu wollen. Die neuen Geldforderungen von GM "würden Fiat dazu zwingen, Opel finanziell zu unterstützen und sich damit unnötigen und irrationalen Risiken auszusetzen", gab Fiat-Chef Sergio Marchionne in einer Pressemitteilung bekannt.
Merkel schließt eine Insolvenz nicht aus
Die Bundesregierung traf unterdessen noch keine Vorentscheidung über mögliche staatliche Unterstützung für Opel. Alle Optionen müssten offengehalten werden, sagten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nach Teilnehmerangaben in einer Sondersitzung der Unions-Fraktion. Merkel schloss im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" eine Insolvenz von Opel nicht aus. Sie sagte: "Wir setzen alles daran, eine andere Lösung zu finden. Allerdings kommt eine direkte Beteiligung des Staates für mich nicht in Betracht."
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Quelle: dpa-AFX
, AFP
, dapd
, t-online.de
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