09.11.2011, 14:35 Uhr | dpa, dapd, t-online.de
Auch gut zwei Jahrzehnte nach dem Fall der Mauer in Deutschland hinkt der Osten dem Westen wirtschaftlich noch immer hinterher. Nach dem neuen Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit hat sich der wirtschaftliche Angleichungsprozess in den vergangenen Jahren deutlich verlangsamt - auch wenn die Ostländer in vielen Bereichen mittlerweile deutlich aufgeholt haben.
Es gebe nach wie vor einen Aufholprozess in allen Bereichen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) zog eine positive Bilanz. Insbesondere verwies er darauf, dass die Zahl der Arbeitslosen im Osten mit rund 860 500 Menschen nun deutlich unter der Marke von einer Million liegt.
Allerdings sei die Arbeitslosigkeit im Osten prozentual noch fast doppelt so hoch wie in den alten Bundesländern. Das Bruttoinlandsprodukt habe sich mit etwa 73 Prozent des Westniveaus kaum verändert.
Trotz positiver Veränderungen benötigten die neuen Länder weiterhin eine Förderung, um das Ziel Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse spätestens 2019 zu erreichen. Denn dann läuft die Förderung aus dem Solidarpakt II aus. Friedrich stellte diesen grundsätzlich nicht in Frage, vielmehr bekräftigte er die Zusage, bis 2019 Mittel aus dem Pakt zu verteilen.
Ebenfalls positiv habe sich das Einkommensniveau entwickelt. Wie aus dem Jahresbericht 2011 hervorgeht, habe sich das verfügbare Einkommen der Haushalte in Ostdeutschland in den vergangenen 20 Jahren praktisch verdoppelt und erreicht jetzt rund 83 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts. Die Durchschnittslöhne im Osten liegen mittlerweile bei rund 85 Prozent des Westniveaus - bei den Renten sind 89 Prozent erreicht.
Weil es in diesem Zusammenhang keine Aussage über die jeweiligen Lebenshaltungskosten gibt, ist aber ein Vergleich des Lebensstandards in Ost und West nur schwer möglich.
Die Unterschiede lassen sich nach den Worten des Ministers nicht alleine an Ost und West festmachen. Beispielsweise seien bei der Lohnentwicklung in ganz Deutschland Ungleichheiten zu beobachten, die mit dem Grad der Industrialisierung des jeweiligen Bundeslandes zusammenhingen.
Auch zwischen den Metropolen und den ländlichen Räumen gebe es Abweichungen bei den Lebensverhältnissen - und zwar überall in der Bundesrepublik.
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Quelle: t-online.de , dapd , dpa
Wieso schrieb:
am 9. November 2011 um 20:28:35
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Osten
Keine Meinung von den sonst so schlauen Altbundesbürgern?
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uhu1960 schrieb:
am 9. November 2011 um 20:26:21
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Ungleiche Lohnentwicklung
Die Durchnittslöhne liegen deshalb bei 85 % des Westniveaus weil fast 1/3 der Ossis im Westen arbeitet.Wer würde
in den alten Bundesländern für 4,85€ alsVerkäuferin arbeiten? Bei Aldi in Gießen wurden Aushilfskräfte für 10€ die Stunde gesucht.Das hat selten ein Facharbeiter im Osten bei höheren Leistungsdruck und viel schlechterem sozialem Umfeld.
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PDW schrieb:
am 9. November 2011 um 13:40:50
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Ostdeutschland
Mit den Maßnahmen von BK Kohl und Finanzminister Waigel nach 1989 wurden anders als gesagt nicht die Einheit gefördert
sondern die Spaltung vertieft.Instrument dazu ist die Treuhand,die Zerstörung der ostdeutschen Wirtschaft,die Unterschiede bei der Entlohnung und Renten und bis heute der Verkauf ostdeutscher Felder,Wälder und Seen.Dadurch mußten Millionen junger,gutausgebildeter ostdeutscher Bürger nach Arbeit suchend genn Westen.Das heißt dann Flexiblisierung.Arbeitslosigkeit im Osten 11-13%.
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