30.05.2011, 14:03 Uhr | dpa
Die Bundesregierung fährt den Benzinmultis in die Parade und will in deren Preispolitik eingreifen. Dies ist eine Konsequenz aus der Tankstellen-Studie des Bundeskartellamtes. So will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) das australische Modell auch in Deutschland einführen. In Zukunft sollen die Ölkonzerne dann höhere Benzinpreise im Vorfeld ankündigen und für 24 Stunden festschreiben müssen.
Das Kartellamt plädiert in einer aktuellen Studie für das australische Modell. Nun ließ Ramsauer in der "Bild"-Zeitung Sympathie für den Vorschlag der Bonner Wettbewerbshüter erkennen. "Wenn ein Ölmulti den höheren Preis vorher ankündigen muss und ihn dann 24 Stunden nicht mehr verändern darf, wissen die Autofahrer, woran sie sind."
Gegenüber Bild.de ergänzte der CSU-Politiker unter Hinweis auf die Zuständigkeit des Bundeswirtschaftsministeriums: "Der Gesetzgeber muss versuchen, die Verbraucher vor willkürlicher Preismanipulation marktbeherrschender Ölfirmen zu schützen." Weil Autofahrer dann teurere Tankstellen gezielt meiden könnten, betonte der Verkehrsminister: "Der Domino-Effekt, einer erhöht mehrfach pro Tag und die anderen ziehen nach, wäre durchbrochen."
Die Tankstellen in Österreich arbeiten nach einem ähnlichen System. Seit Januar 2011 dürfen die Benzinpreise dort nur einmal täglich um 12 Uhr erhöht werden. Für Deutschland sei das aber keine sinnvolle Regel, findet das Bundeskartellamt. Die Regel würde die Preiszyklen lediglich verlangsamen.
Das Kartellamt war vergangene Woche in einer Studie zu dem Schluss gekommen, die Benzinpreise seien in Deutschland durchweg höher als nötig. Zudem machten sich die fünf großen Konzerne Aral/BP, Shell, Jet, Esso und Total im bundesdeutschen Tankstellenmarkt keinen wesentlichen Wettbewerb. Sie sprächen zwar die Preise nicht ab - aber sie können laut Kartellamt stillschweigend ein höheres Preisniveau als nötig durchsetzen.
"Die Unternehmen verstehen sich ohne Worte. Das führt zu überhöhten Preisen", sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. Die Wettbewerbsbehörde geht auf Grundlage ihrer Untersuchung davon aus, dass die fünf großen Konzerne ein marktbeherrschendes Oligopol auf den Tankstellenmärkten in Deutschland bilden.
Rund 65 Prozent des Kraftstoffabsatzes entfällt auf die großen Ölkonzerne. Nicht die Pächter der Tankstellen sondern die Konzerne bestimmten die Preise. Dabei informierten sie sich nicht gegenseitig, sondern beobachteten die Preisentwicklung. "Das ist erlaubt", sagte Mundt.
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Quelle: dpa
B.Harnisch schrieb:
am 30. März 2012 um 00:11:34
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Spritpreis Revulution
Aufruf zur Spritpreis Revolution
B.HarnischMar 29, 2012 03:04 PM
Sorry , viele sehen im Moment nur die Abzocke von
den Mineralölkonzernen und merken gar nicht, wie die Lebensmittelpreise und andere Produkte für den Lebensstandard steigen
(Strompreise, Heizöl, Betriebskosten für Wohnungen und einiges mehr).
Ich als Bundesbürger frage mich wirklich, wie lange sich das Volk in der Bundesrepublik sich dies noch gefallen lassen möchte.
Desweiteren hat der normale Job oder Arbeitsplatz in unserer G
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Justus schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 15:10:39
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Ramsauer und die Spritpreise.
Ramsauer müßte die Wurzel des Übels dort anpacken wo es angebracht ist. Runter von der überhöhten
Besteuerung des Mineralöl`s und dann erst den Konzernen ein Limit gesetzt. So aber macht sich die Bundesregierung gegenüber dem Bürger auch weiterhin unglaubwürdig.
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rene01 schrieb:
am 4. August 2011 um 07:06:10
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Zu Spritpreisen
Ich bin dafür das der Spritpreis im Monat nur um einen Cent sich ändern darf. Die Kosten lassen sich so für alle
Verbraucher(wie Speditionen, Bus, Bahn etc.) besser kalkulieren. Damit wäre der Wirtschaft in Deutschland ein besserer Dienst erwiesen. Hier gilt auch das Motto weniger ist am Ende mehr. Das muss die Bundesregierung auch mal begreifen lernen. Weniger Steuern auf Benzin/Diesel, die Leute haben mehr Geld für andere Dinge übrig bzw. geben es aus oder Sparen. Feste Preise auf alles !!!!
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