06.12.2010, 16:08 Uhr | dpa
Einer der mächtigsten Manager der Welt kann nicht mehr: Pfizer-Chef Jeffrey Kindler ist überraschend zurückgetreten. Als Grund führte der Lenker des weltgrößten Pharmakonzerns ganz offen Überarbeitung an.
"Die letzte Zeit war für mich persönlich ziemlich fordernd", sagte der 55-jährige Kindler am späten Sonntag (Ortszeit) in New York. Es habe ihn geschlaucht, die Interessen der vielen Beteiligten rund um die Welt unter einen Hut zu bringen und 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für das Unternehmen verantwortlich zu sein. "Ich habe entschieden, dass nun die Zeit reif ist, die Führung der Firma an Ian Read zu übergeben." Der 57-jährige Pfizer-Veteran Read war bislang Chef der Biopharmasparte.
Kindler hatte den größten Zukauf der Unternehmensgeschichte eingefädelt und im vergangenen Jahr für 68 Milliarden Dollar den Konkurrenten Wyeth übernommen. Danach stieß Kindler einen konzernweiten Umbau an, mit dem massiv Kosten gespart werden sollten. Dabei fielen auch etliche Arbeitsplätze weg.
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Der Verwaltungsrat dankte Kindler ausdrücklich für seine Leistung. Pfizer ist vor allem als Hersteller der Potenzpille Viagra bekannt. Kindler war fast neun Jahre im Unternehmen und stand seit gut vier Jahren an der Spitze: "Ich bin begeistert von der Aussicht, meine Batterien aufzuladen und mich auf die nächste Herausforderung in meiner Karriere vorzubereiten", sagte Kindler zum Abschied.
Quelle: dpa , t-online.de
Kinderwunsch schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 21:27:24
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Pfizer
Der Konzern macht nach wie vor Milliarden mit den gnadenlos überteuerten Viagra. Allerdngs muß man ihm eins lassen, er hat für
viele viele Kinder gesorgt, die ohne die Ständerhilfe wohl nie entstanden wären. Rentenbeitragszahler sind ebenfalls dabei !
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Fante schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 20:45:16
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Nachvollziehbar
Kann ich verstehen das Herr Kindler durch ist, er hat immerhin einen Deal mit einem 68 Milliarden Dollar Volumen gemanagt.
Gut, ich stelle mir jetzt nicht die Frage, wer hat die Kohle denn realisiert, vom Himmel ist sie nicht gefallen. Die beteiligten Mitarbeiter sind halt den Synergieeffekten geschuldet. Für den Aktienkurs war ihre Entlassung definitiv positiv. Die Mitarbeiter können jetzt ihre "Batterien aufzuladen" und sich auf ihre nächste Herausforderung freuen.
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mks schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 18:39:39
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Rücktritt
Kompliment an den Mann. Er selbst hat entschieden - und zwar zu "guten Zeiten" und nicht erst (wie so viele Top Manager bei uns)
als sie den Laden ruiniert hatten (siehe Banken Manager von HSH, Hypo Real estate etc.).
Wenn Jeffrey Kindler eine Abfindung bekommt, dann hat er sie sich verdient; unsere erfolglosen "Top Mgr." bekommen sie wie Zucker in den A.... geblasen.
Eine glückliche Hand wenn er einen neuen Job annimmt.
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