10.08.2011, 12:09 Uhr | bv
Nichtzahler belasten die private Krankenversicherung (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die privaten Krankenversicherer stöhnen über fast 90.000 Mitglieder, die ihre Beiträge nicht zahlen. Das ergibt sich aus dem Jahresbericht des Verbands der privaten Krankenversicherung (PKV). Fast 88.500 "dauerhafte Nichtzahler" habe es im November 2010 gegeben - seitdem dürfte ihre Zahl gestiegen sein. Sie hatten mindestens sechs Monate lang keine Beiträge gezahlt - und damit einen dreistelligen Millionenschaden angerichtet.
Zu befürchten haben die Nichtzahler offenbar wenig. Seit Einführung des Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG) 2007 kann diesen Kunden nicht mehr gekündigt werden. Die Krankenversicherer haben nur noch die Möglichkeit, die Leistungen zu reduzieren. So werden Mitgliedern, die mehr als zwei Beiträge im Rückstand sind, nur noch Kosten für Akutbehandlungen erstattet. Die weiteren finanziellen Schäden aus dem Beitragsausfall gehen zulasten der übrigen Versicherten, die ihre Beiträge zahlen.
Zwar ist der Anteil der Nichtzahler relativ gering: die 90.000 stehen 8,9 Millionen Privatversicherten gegenüber. Ärgerlich ist das Phänomen für die Gesellschaften aber trotzdem. Der Beitragsrückstand derjenigen, die mindestens drei Monate nichts mehr bezahlt hatten, summierte sich Ende 2010 nach Angaben des PKV-Verbandes aber immerhin auf 455 Millionen Euro. Der Verband ist der Ansicht, dass die Sozialhilfeträger in solchen Fällen zuständig seien.
Finden Sie aktuelle Stellen- angebote für Ärzte, Arzthelfer und Pflegepersonal in Ihrer Wunschregion.
Jobsuche starten
Da die Privatversicherer davon ausgehen, dass die Zahl der Beitragsschuldner steigt, fordern sie eine Gesetzesänderung. Die Nichtzahler sollen in den Basistarif umgestuft werden können. Zwar gälte dann auch dort, dass das Versicherungsverhältnis ruht, weil keine Beiträge gezahlt werden. Erstattet würden also weiterhin nur akute Schmerz- oder Notfallbehandlungen bei Ärzten oder im Krankenhaus.
Für die Versicherer hätte die Umstufung aber den Vorteil, dass sie die Belastungen nicht vollständig alleine tragen müssten. Im Basistarif der PKV gibt es nämlich einen Ausgleichsmechanismus, ähnlich dem Risikostrukturausgleich der gesetzlichen Krankenkassen. Im Basistarif müssten die Versicherer außerdem keine Altersrückstellungen mehr einkalkulieren.
Quelle: t-online.de
Emma Peel schrieb:
am 12. August 2011 um 10:08:29
(15)
(1)
Pech gehabt
Das ist schon eine Sauerei, daß man die nichtzahlenden Schmarotzer nicht rauswerfen kann! Ist ja auch ein generelles Problem in
Deutschland - viel zu viele Sozialleistungen und fremdfinanziert wird der menschliche Ausschuss, der sich zudem leider auch noch am meisten vermehrt! Keine Zahlung = keine Leistung! Auch nicht in Notfällen! So muss das laufen!
mehr
Kommentar melden
Harry schrieb:
am 12. August 2011 um 09:34:51
(3)
(2)
Versichert
Hallo, warum diese "Dummschreiberei".
Das gesamte Gesundheitswesen und Pharmaindustrie in D wird immer gieriger und die
Versicherten müssen zahlen. Egal ob PV oder GV. Der PV zahlt in der Regel für die gleiche Behandlung mehr und dafür hat er auch viel höhere Beiträge. In der Rente oft 5x höher als GV.
Zahnärzte sind die schlimmsten, ich lasse mir meinen zahnärtzlichen Pfusch deutscher Ärzte im Ausland für ein Fünftel der D-Kosten bereinigen.
mehr
Kommentar melden
Rentner schrieb:
am 12. August 2011 um 08:45:21
(4)
(9)
PKV und Hundt plunderung
Hier werde nur gelogen und nicht die volle wahrheit gesagt, die GKV werde geplundert vom die PKV Lobby.
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de
In sieben Regionen Brandenburgs droht akuter Ärztemangel. zum Video