08.09.2010, 13:42 Uhr | dpa
Die Pleitewelle in Deutschland steigt ungeachtet des aktuellen Aufschwungs weiter. Im ersten Halbjahr 2010 registrierten die Amtsgerichte 16.468 Insolvenzen von Unternehmen - zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum - und 53.864 Privatinsolvenzen (plus 11,6 Prozent). Experten erwarten für das Gesamtjahr rund 35.000 Unternehmenspleiten, die der konjunkturellen Entwicklung mit Verzögerung folgen.
Die Gesamtsteigerung inklusive weiterer privater Schuldner betrug nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch 7,2 Prozent auf 84.502 Fälle. Die Forderungen der Gläubiger lagen dagegen mit 21,2 Milliarden Euro unter dem Wert der ersten sechs Monate 2009, als 24,4 Milliarden Euro im Feuer standen.
Im Monat Juni wurde bei den Unternehmenspleiten ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent registriert. Die Verbraucherpleiten lagen hingegen um 10,2 Prozent über dem Wert aus dem Juni 2009.
Der Insolvenzverwalterverband VID sieht darin aber noch keine Anzeichen einer nachhaltigen Erholung. "Auch wenn sich die Lage vor allem für Großunternehmen und die Automobilwirtschaft aufhellt: Für einen großen Teil der Unternehmen bleibt die wirtschaftliche Situation sehr angespannt", erklärte der VID-Vorsitzende Siegfried Beck in Berlin in einer Mitteilung. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen, insbesondere in Dienstleistung und Handel, stünden oft noch mit dem Rücken zur Wand.
Die Wirtschaftsauskunfteien Creditreform und Bürgel erwarten für das Gesamtjahr nur einen leichten Anstieg der Firmenpleiten auf 34.000 bis 36.000 Fälle. Das liegt weit unterhalb der Rekordmarke von rund 40.000 aus dem Jahr 2003, die zu Krisenbeginn auch als Horrorszenario für 2010 galt. Bereits am Dienstag hatten es die Insolvenzexperten als nicht überraschend bezeichnet, dass die Konjunktur bereits wieder anzieht, während der Höhepunkt der Pleitewelle gerade erst erreicht wird. Die Insolvenzen folgten der Konjunktur mit bis zu einem Jahr Verzögerung. Demnach wäre im kommenden Jahr mit einer Stagnation oder einer Abnahme der Firmenpleiten zu rechnen.
Die Insolvenzverwalter übten erneut Kritik an Plänen der Bundesregierung. Die Finanzämter sollen demnach während des gesamten Insolvenzverfahrens berechtigt sein, eigene Forderungen gegen Forderungen des insolventen Unternehmens aufzurechnen. Damit würde sich die Insolvenzmasse verringern und andere Gläubiger möglicherweise leer ausgehen, erklärte der VID-Chef. "Die Pläne der Bundesregierung bedeuten nichts anderes, als die Einführung des Fiskusprivilegs durch die Hintertür."
Quelle: dpa
saarländerin schrieb:
am 8. September 2010 um 19:53:38
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insolvenzen
Wenn das Geld das man verdient hinten und vorne nicht zum leben reicht, bleiben jeden monat, ob man will oder nicht, unbezahlbare
positionen offen. und wer sein häuschen unterm hintern weggeholt bekommt braucht auch keinen handwerker mehr. da unsere damen und herren auf der insel der seeligen davon nicht betroffen sind, interessiert es sie auch nicht. die schicklsale die da dran hängen sind denen doch wurscht.
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Hotzenplotz schrieb:
am 8. September 2010 um 19:31:07
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Arbeitslose
Ein großes Problem für die noch funktionierenden kleinen und mittelständigen Firmen sind die 1 Euro Leute oder andere die für
wenig Geld vom Arbeitsamt öffentliche Aufträge erledigen.Beispiel:Ich habe Aufträge erhalten zum Umbau eines Sportplatzes mit der Einschränkung,wenn Fördermittel dafür freigegeben sind.Nun werden die gleichen Arbeiten von Arbeitslosen,1 Euro Leuten und anderen die in irgendwelchen Fördermaßnahmen sind erledigt.Meine Mitarbeiter haben keine Arbeit und werde entlassen.Prima
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Der Hengst schrieb:
am 8. September 2010 um 19:13:36
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Peter §
Etwas Sarkastisch/Zinisch aber Treffend !
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