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Prämien steigen um bis zu 20 Prozent
12.01.2009, 11:05 Uhr | bv
Private Krankenversicherungen werden teils deutlich teurer (Foto: imago)Viele privat Krankenversicherte müssen seit Jahresanfang deutlich mehr für ihre Versicherung zahlen. Das ergab eine Umfrage des Berliner "Tagesspiegels" unter den größten Anbietern. Durchschnittlich um 3,5 Prozent stiegen die Beiträge demnach bei der Allianz, 9,2 Prozent bei der Victoria und 2,9 Prozent bei der DKV.
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Tarife steigen teils um ein Fünftel
Im Einzelfall könnten die Erhöhungen je nach Tarif jedoch auch bis zu 20 Prozent betragen, hieß es. Nur die Debeka habe die Prämien nach eigenen Angaben nicht heraufgesetzt. Für die neue Preisrunde machen die Versicherer dem Blatt zufolge vor allem höhere Ausgaben für Arzneimittel, Arzt- und Heilpraktikerbehandlungen verantwortlich.
Wechselzuschlag für Neukunden
Neukunden zahlen seit Jahresanfang außerdem einen Aufschlag von rund zehn Prozent, weil sie künftig ihren Anbieter unter Mitnahme ihrer Altersrückstellungen wechseln können. Auch muss die Branche seit Anfang dieses Jahres einen neuen Tarif, den Basistarif, anbieten, der den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen entspricht. Dieser wird nach Angaben der Versicherer aber bisher kaum nachgefragt.
Versicherte sollten Tarifwechsel prüfen
Krankenversicherte müssen Beitragserhöhungen ihrer privaten Kasse nicht widerstandslos hinnehmen. Das teilt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz mit. Hintergrund von Erhöhungen seien häufig sogenannte geschlossene Tarife. In diesen seien nur noch Ältere mit vergleichsweise höheren Krankheitskosten versichert, wodurch die Beiträge steigen. Laut dem Gesetz könnten Versicherte aber verlangen, aus geschlossenen in aktuell angebotene Tarife mit gleichen Leistungen aufgenommen zu werden. Für Versicherte könne ein solcher Wechsel günstig sein.
Private teils drastisch teurer
Einige Versicherer haben die Beiträge nach Angaben der Verbraucherschützer für manche Rentner zum Jahresbeginn "drastisch" erhöht. "Vielen Versicherten bleibt wohl durch die gesteigerten Versicherungsbeiträge nicht mehr genügend Geld für ihren Lebensunterhalt übrig", sagte Versicherungsexperte Michael Wortberg. So sei in einem Fall der monatliche Beitrag für einen 80-Jährigen um knapp 100 Euro auf mehr als 720 Euro gestiegen. Außerdem war den Angaben zufolge ein Selbstbehalt von 700 Euro vereinbart.
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Quelle: dpa
, dpa-tmn
, AFP
, dpa-AFX
, t-online.de
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