06.01.2012, 13:41 Uhr | dpad, dpa, t-online.de
Venezuela hat 2011 erneut eine der weltweit höchsten Inflationsraten verzeichnet. Nach Angaben der venezolanischen Zentralbank stiegen die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 27,6 Prozent. Im Jahr zuvor (2010) lag die Teuerungsrate bei 27,2 Prozent. Allerdings habe sich die Inflationstendenz im vierten Quartal 2011 abgeschwächt, hieß es in einer Erklärung der Banco Central de Venezuela (BCV).
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südamerikanischen Landes konnte dagegen nach Angaben der BCV im vorigen Jahr um vier Prozent zulegen. Damit lag die Wachstumsrate um das Doppelte über dem offiziellen Ziel. 2010 hatte Venezuelas Wirtschaft einen Rückgang um 1,5 Prozent verzeichnet. Venezuela ist größter Erdölexporteur Lateinamerikas und finanziert aus diesen Einnahmen nahezu die Hälfte seines Staatsetats.
Das südamerikanische Land nahm im Jahr 2008 eine Währungsreform vor. Wegen der hohen Inflation wurden drei Nullen gestrichen. Aus der Währung Bolivar wurde "starke" Bolivar Fuerte.
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Über unerhörte Preissteigerungen müssen sich die 330 Millionen Verbraucher in der Eurozone dagegen nach Ansicht von Ökonomen dieses Jahr keine Sorgen machen. Schon im Dezember verlangsamte sich die Teuerung, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Bald könnte sie wegen des schwachen Wirtschaftswachstums noch stärker zurückgehen.
Inflationsrate in der Eurozone (Quelle: dapd) Im Dezember 2011 lag die Inflationsrate in den 17 Euro-Ländern nach Berechnungen bei 2,8 Prozent. Damit waren die Lebenshaltungskosten bereits 0,2 Prozentpunkte niedriger als im November. Zu gering ausfallen darf die Inflation jedoch auch nicht, gerade wenn sich, wie im Moment, die Konjunkturaussichten eintrüben.
In Deutschland hatten im abgelaufenen Jahr teure Energie und hohe Spritpreise die Inflation auf 2,3 Prozent angeheizt. Eine höhere Jahresteuerung gab es seit 1995 nur im Jahr 2008 (2,6 Prozent). Die nächsten Monate dürften allerdings sinkende Inflationsraten bringen. Für Dezember 2011 wurde laut vorläufiger Daten eine Jahresteuerungsrate von 2,1 Prozent ermittelt, nach 2,4 Prozent im November und 2,5 Prozent im Oktober. 2010 betrug die Jahresinflation in Deutschland nur 1,1 Prozent.
Die Inflation hielt im Jahr 2011 auch die USA im Griff. Die Lebenshaltungskosten erhöhten sich auf über 3,6 Prozent im Januar 2011. Das war der stärkste Anstieg seit Ende 2008. Im vergangenen Monat betrug die Teuerung noch rund 3,4 Prozent.
Auch die hohe Inflation in China schwächt sich ab. Im November 2011 stiegen die Verbraucherpreise nur noch um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistikamt in Peking berichtete. Im Oktober hatte die Inflation noch bei 5,5 Prozent gelegen.
Eine der höchsten Inflationsraten in Europa haben Serbien und die Türkei. Das Balkanland hat mit einer Teuerung von deutlich über zehn Prozent zu kämpfen. Die Inflation in der Türkei hat nach offiziellen Angaben ebenfalls einen zweistelligen Wert erreicht. Der Anstieg der Verbraucherpreise habe in den zwölf Monaten bis Dezember 10,5 Prozent betragen, teilte das Amt für Statistik mit. Im Jahr 2010 lag die Inflation in der Türkei noch bei 6,4 Prozent.
Äthiopien soll die nach Angaben der Weltbank mit 31,5 Prozent die höchste Inflation der Welt. Weit über zehn Prozent Teuerung haben zudem der Irak, Guinea, Mynamar, Burundi, Eritrea, Sambia, Ghana und Malawi.
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Quelle: t-online.de , dpa , dapd
sven71 schrieb:
am 14. Januar 2012 um 04:58:05
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in-de-flation
keine panik im gelobtem land. in einer anderen nachricht von heute wird vor DEflation gewarnt. hilfe das geld wird mehr wert,
bzw hurra preise sind letztes jahr mal nicht so doll gestiegen, sagen die experten. wahrscheinlich leben die ohne strom oder so.
wie auch immer: Der euro hat mehr wert ! hmmmm. start frei für die DM. deren zu grosser wert uns doch davon abhält zu ihr zurückzukehren.. laut experten. wenn also die deflation zu gross wird kippt das argument gegen die DM .. also her damit
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rtom schrieb:
am 8. Januar 2012 um 20:15:23
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Inflation/Löhne
Kann sein,dass der Euro stabiler ist als die DM.Ich kann es nicht beurteilen,erst wenn ich mir die Statistik ansehe.Aber
eines kann ich beurteilen,dass die Löhne zur DM Zeit gestiegen sind.In meinem Beruf verdiente man in den 70'er Netto ca.1000 Mark ,80'er 1500 Mark und Ende der 90'er 2300 Mark.2011 zahlten viele nur noch 10€/std..Das sind mit Klasse 1 keine 1200€.Das ist unser Problem in Deutschland und nicht die Inflation.
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Uwe 1,5 schrieb:
am 8. Januar 2012 um 19:20:14
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@ Peter§ 19:12
der Euro hatte einen höheren Wertverlust,wenn man Inflation noch immer mit Teuerungsrate/Kaufkraftverlust definiert!! Sollte
das anders geworden sein,bitte ich um Aufklärung!! In einem anderem Thread hattest Du übrigens mindestens für einen Zeitraum von 6-9 wochen Recht..da kostete das Benzin in 2000 tatsächlich mal über 2 DM
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