26.07.2011, 14:38 Uhr | t-online.de - Marion Schalk
Wohneigentum wird teurer. Zum ersten Mal seit zehn Jahren gilt das für alle Wohnarten - egal, ob frei stehende Einfamilienhäuser, Reiheneigenheime oder Eigentumswohnungen. Auch Bauland wird in nächster Zeit knapp bleiben in Deutschland. Deshalb stehen teils deutliche Preissteigerungen bevor, meldeten die Landesbausparkassen (LBS) in ihrer aktuellen Analyse "Markt für Wohnimmobilien 2011". Doch immer noch gilt: Regional gibt es deutliche Unterschiede.In der Übersicht "Immobilien-Preisspiegel 2011" finden Sie die Preise für neue und gebrauchte Wohnungen, Häuser und Reihenhäuser aus 80 deutschen Großstädten - klicken Sie sich durch!
Nach Ansicht des LBS-Verbandsdirektors Hartwig Hamm lautet die Devise der nächsten Monate "Wachstum": "Wir spüren ein deutlich höheres Kaufinteresse", so Hamm. Und liefert die Begründung gleich mit: Die Wirtschaft und die Beschäftigung lege zu, deshalb stiegen die Einkommen - vor allem verbesserten sich die Einkommensperspektiven. Dies seien die wichtigsten Treiber für die steigende Immobiliennachfrage. Zusätzlich wollen viele Deutsche mit dem Kauf von Wohneigentum ihr Geld vor Inflationsverlusten schützen.
Parallel zur steigenden Nachfrage gibt es laut der Analyse eine Verknappung des Angebots von Bestandsimmobilien. Der Neubau wachse zwar, aber langsam. Die Folgen: Engpässe nehmen zu und es wird zunächst zu einem Preisanstieg kommen - geschätzt um bis zu drei Prozent in diesem Jahr.
Dementsprechend warnen erste Stimmen vor einer Überhitzung des Marktes vor allem in den Ballungszentren. Doch Hamm widerspricht: "Jetzt von 'Platzangst' in Deutschland zu reden, von Fantasiepreisen oder gar Preisblasen, dafür gibt es - von Einzelfällen vielleicht abgesehen - keinen Anlass". In Deutschland habe es im vergangenen Jahrzehnt weitestgehend konstante Preise gegeben. Noch sei das Angebot an guten Objekten relativ breit und recht günstig, abgesehen von teuren Ballungsräumen.
Des Deutschen liebste Wohnform ist immer noch das gebrauchte frei stehende Einfamilienhaus. Das spiegelt die Preisentwicklung wider: "Wir verzeichnen fast überall einen spürbaren Anstieg gegenüber dem Vorjahr", sagte Hamm. Generell gilt: Je höher der Wohlstand in einer Region, desto höher die Preise. Am teuersten ist das Häuslein für die Familie in Wiesbaden mit durchschnittlich 750.000 Euro. Auch in München, Heidelberg, Ingolstadt, Freiburg, Stuttgart und Frankfurt müssen Käufer bis zu zehnmal mehr für ein Haus bezahlen als in den preisgünstigsten Gemeinden (500.000-710.000 Euro). Auch im jeweiligen Umland müssen Käufer tief in die Tasche greifen. In Hofheim kostet ein freistehendes Einfamilienhaus mit 600.000 Euro sogar mehr als in der benachbarten Großstadt Frankfurt. Am wenigsten zahlen Käufer für diese Wohnform in Eisleben (50.000 Euro).
Extreme Steigerungen zeigen sich auch in den Boom-Städten des Ostens: Kostete in Dresden ein frei stehendes Einfamilienhaus im vergangenen Jahr noch durchschnittlich 160.000 Euro, blättern Interessenten in diesem Jahr bereits rund 220.000 Euro auf den Tisch.
Auch beim Neubau von Reiheneigenheimen steigen die Preiserwartungen, mit Ausnahme der neuen Bundesländer. In Westdeutschland bewegten sich die Reihenhaus-Preise im Schnitt bei rund 200.000 Euro, im Osten und Norden sogar nur im Bereich von 130.000 bis 170.000 Euro (Leipzig, Bremen, Hannover, Dortmund, Berlin, Essen und Dresden). Lediglich in den süddeutschen Städten signalisierte der auf 300.000 Euro gestiegene Durchschnittspreis vielerorts echte Engpässe. Selbst "in der Reihe" koste ein neues Eigenheim in München 660.000 Euro.
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Ähnliche regionale Unterschiede gibt es laut LBS-Analyse auch bei gebrauchten Reihenhäusern. Im Schnitt weisen sie gegenüber Neubauten einen Preisvorteil von rund 20 Prozent auf. "Vereinzelt sind sie allerdings - wegen ihrer guten innerstädtischen Lage - sogar teurer als Neubauobjekte, wie etwa in Frankfurt oder Bonn", so Hamm.
Auch bei den Eigentumswohnungen geht es weiter nach oben - neue Wohnungen entstehen vor allem an touristisch interessanten Standorten und in den Ballungsräumen. Wenig überraschend liegt München an der Spitze, durchschnittlich 4050 Euro pro Quadratmeter zahlen Käufer dort für eine Wohnung. Am unteren Ende der Preisskala rangiert wie im Vorjahr Salzgitter (1100 Euro/m²). In Städten wie Flensburg, Seesen, Apolda, Weißenfels oder Brandenburg gibt es neue Eigentumswohnungen sogar für weniger als 1000 Euro (mit Grundstücksanteil).
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Auch gebrauchte Eigentumswohnungen sind gefragt. Hier drückt jedoch das große Bestands-Angebot auf die Preise. Der Abschlag für gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage beträgt laut Analyse im Vergleich zu Neubauten 35 bis 40 Prozent. In den Groß- und Mittelstädten Nord- und Ostdeutschlands lägen die Quadratmeter-Preise deshalb häufig unter 1000 Euro, im Süden bei gut 1500 Euro. "Bei den heutigen Finanzierungskonditionen sind sie für die Bewohner also nicht teurer als vergleichbare Mietwohnungen", erläutert der Verbandsdirektor.
Beim Bauland rechnen die LBS-Vermittler trotz der wieder einsetzenden Neubautätigkeit noch nicht mit einer Ausweitung des Angebots - im Gegensatz zum vergangenen Jahr. Deshalb sei der Quadratmeter Grund und Boden in den süddeutschen Groß- und Mittelstädten mit 310 Euro so teuer wie im Vorjahr. Im Süden ist Bauland damit mehr als doppelt so teuer wie im Norden (120 Euro) und kostet über viermal so viel wie im Osten (70 Euro). Extreme Grundstücksknappheit signalisierten die Spitzenpreise in süd- und südwestdeutschen Großstädten wie Stuttgart (800 Euro), München (780 Euro), Heidelberg (650 Euro), und Frankfurt (550 Euro).
Basis der Daten ist die jährliche Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) und Sparkassen. Vergleichswerte finden Leser im Markt für Wohnimmobilien 2010. Mit 31.500 vermittelten Objekten (im Jahre 2010) sind die Immobilientöchter der LBS laut eigener Auskunft die größte Maklergruppe Deutschlands. Ihre Fachleute berichten jeweils im Frühjahr über die aktuelle Angebots-, Nachfrage- und Preissituation für die wichtigsten Wohnungsmarktsegmente in rund 660 Städten Deutschlands.
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Quelle: t-online.de , mash
Horst schrieb:
am 28. Juli 2011 um 11:04:04
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Immobilien
Habe 1997 ein Haus Bj57 mit 1270m Grundstück gekauft und eigenständig mit Hilfe von Verwandten saniert,2006 haben wir daß Haus
aufgestockt und einen Wohnraum von 120m in Eigenleistung geschaffen für meine Tochter mit Familie und das von einem Monatseinkommen beider Familien von 4100,-€Fremdleistungen waren :Außenmauer,Elektrik,Dach,Außendämmung und die wurden verhandelbar finanziert.Wer es will und vieles selber macht der schaft es.Den Kredit zahlen beide Familien zu gleichen Teilen.
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Werner schrieb:
am 27. Juli 2011 um 19:17:01
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Grundstückspreise
Wir wohnen an der Mosel und haben hier ein Anwesen mit 2000 qm Bauland sowie darauf stehende 2 Häuser mit 800 qm
Wohnfläche. Ladengeschäft und Restaurant gehören auch noch dazu. Wir würden gerne verkaufen aber der Kaufpreis würde nicht einmal an den eines Einfamilienhauses heranreichen.
Grundstückspreise sind im Keller, man bekommt hier schon voll erschlossenes Bauland ab 35 Euro, also nix wie an die Mosel, Arbeit gibts zwar nicht, aber schön ist die Landschaft.
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georg schrieb:
am 27. Juli 2011 um 19:02:12
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Immobilien
Momentan scheint tatsächlich die Furcht vor wertlosem Euro und Dollar die Leute in Gold und Immobilien zu treiben. Unsere
Regierung trägt ja auch nicht im geringsten zur Sicherheit der Menschen bei, immer nur neue Schulden
machen und Steuergeld in bankrotte Systeme pumpen überzeugt die Menschen nicht.
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