12.01.2012, 17:02 Uhr | dpa-AFX, dapd
Der Allianz-Konzern will der Commerzbank Medienberichten zufolge bei der Erhöhung des Eigenkapitals helfen. Der Versicherer wolle eine stille Beteiligung an der Bank in Höhe von 750 Millionen Euro so umwandeln, dass sie als hartes Kernkapital anerkannt werde, berichteten die "Financial Times Deutschland" und das "Handelsblatt".
Die Allianz wolle die Stille Einlage möglicherweise in Aktien umwandeln, schrieb das "Handelsblatt". Die "Financial Times Deutschland" bezeichnete dagegen eine Umwandlung der Stillen Einlage in Aktien als unwahrscheinlich. Für die Anerkennung der bislang fest verzinsten Einlage als Kernkapital reiche es aus, die Allianz uneingeschränkt an den Verlusten der Bank zu beteiligen und bei Verlusten keine Zinsen auf die Einlage zu zahlen.
Wie alle Großbanken muss die Commerzbank bis Mitte 2012 eine Kernkapitalquote von neun Prozent erreichen. Laut Europäischer Bankenaufsicht EBA betrug die Kapitallücke Ende September 5,3 Milliarden Euro. Die Kapitallücke hatte viele Anleger verunsichert und trug zur Kursschwäche der Commerzbank in den vergangenen Wochen mit bei. Die Allianz ist aber schon jetzt Aktionär der Commerzbank und hat damit ein unmittelbares Interesse an der Erholung der Bank.
Die Allianz glaubt derweil an keine schnelle Lösung Finanz- und Staatsschuldenkrise. Allianz-Finanzchef Paul Achleitner sagte in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung: "Wer mehr als 20 Jahre über die Verhältnisse gelebt und das mit Schulden finanziert hat, wird das nicht in einigen Monaten reparieren können".
Achleitner, der im Juni Aufsichtsratschef der Deutschen Bank wird, lobte in dem Interview die Bundesregierung. Diese habe im vergangenen Jahr wesentliche Weichenstellungen zur Bekämpfung der Krise vorgenommen. Die Umsetzung werde jedoch dauern. "Wir werden noch jahrelang mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen haben."
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Quelle: dapd , dpa-AFX
Tieger schrieb:
am 17. Januar 2012 um 11:44:53
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Allianz hilft Commerzbank
Grundsätzlich ist das System für den Menschen nicht gut. Natürlich begünstigen sich die Wirtschaftsbosse
Politiker usw.und heben immer mehr vom Boden der Realität ab. Die Banken sind das Hauptproblem was es zu beseitigen gilt. Ich schlage vor die Banken zu verstaatlichen und Ihnen eine andere Zielsetzung und moralische Grundlagen vorzugeben. Die Kriterien nach denen Kredite für Unternehmen vergeben werden müssen sich verändern. Es kann nicht sein das die Realwirtschaft unter diesem System leidet
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Rheuma Kai schrieb:
am 12. Januar 2012 um 21:38:24
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@Achim
Dein Kommentar ist ok. Jedoch denke ich, der Risikoposten der Commerzbank ist die Eurohypo. Ich bin überzeugt, da schlummern noch viele Risiken.
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Rheuma Kai schrieb:
am 12. Januar 2012 um 21:03:21
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CoBa
Durch die Erhöhung der Kernkapitalquote wird das Risiko für den Anleger, Sparer, Sicherheitsfonds ... gemindert. Wenn die Allianz (als
Miteigentümer von fast 5%) der Bank hilft, zeigt sie ihr Vertrauen in die Bank und dies kann jedem Klein- oder Großkunden nur freuen. Warum wird jetzt also wieder gemeckert?
Ich lasse mich gern aufklären.
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