19.05.2010, 12:48 Uhr | apn
Privatpatienten müssen immer tiefer in die Tasche greifen (Foto: imago)
Privat Krankenversicherte müssen in diesem Jahr für ihren Gesundheitsschutz deutlich tiefer in die Tasche greifen. Im Schnitt steigen die Prämien um mehr als sechs Prozent. Das geht aus einer Marktuntersuchung des Analysehauses Morgan & Morgan (M&M) hervor, die das "Handelsblatt" veröffentlicht hat. "Die mangelnde Stabilität der Beiträge ist aktuell das Hauptproblem der privat Versicherten", sagte M&M-Geschäftsführer Martin Zsohar.
Ohnehin scheint es bei der Prämienentwicklung der privaten Krankenversicherungen nur noch eine Richtung zu geben: steil nach oben. Der Studie zufolge mussten Männer in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt 5,6 Prozent jährlich mehr zahlen. Bei Frauen lag die durchschnittliche Steigerungsrate bei 4,2 Prozent. In harter Münze bedeutete dies, dass sich die Jahresbeiträge für Männer binnen zehn Jahren im Schnitt um insgesamt 1985 Euro erhöhten, in der Spitze sogar um über 3500 Euro. Die Werte für Frauen lagen nur geringfügig darunter.
Für viele Versicherte seien die Beiträge kaum noch kalkulierbar, heißt es in dem Bericht. Besonders hart träfen die Prämienerhöhungen ältere Menschen. "Sie sind dem Versicherer ausgeliefert", zitierte das Blatt den Präsidenten des Bundesverbandes der Versicherungsberater, Stefan Albers. Ihnen bleibe angesichts der Preissteigerungen häufig nichts anderes übrig als in leistungsschwächere Tarife zu wechseln. Hohe Kosten für Behandlungen und Medikamente seien ein Grund für die jährlich steigenden Beiträge. Doch auch die gesetzlich vorgeschriebene Einführung von Basistarifen verstärke den Trend, meinte Zsohar.
Allerdings sind die Unterschiede bei der langfristigen Prämienentwicklung je nach Tarif und Versicherer extrem groß. Der Experte empfiehlt deshalb den Verbrauchern, beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung die Beitragsentwicklung der vergangenen Jahre zu berücksichtigen und Anbieter mit stabilen Tarifen auszuwählen.
Quelle: dapd , t-online.de
Jörg schrieb:
am 11. August 2010 um 18:28:17
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PKV/GKV
Würde es die PKV nicht mehr geben, müssten viele Ärzte ihre Praxen schließen. Leider MÜSSEN sie sich über ihre Privatpatienten
sanieren und das führt zu einer Kostenexplosion, die sich, solange das GKV-System nicht grundlegend reformiert wird, fortsetzt. Hier ist zwingend ein Kostenerstattungssystem und eine Kopfpauschale erforderlich. Ich kenne freiwillige Mitglieder (Unternehmer), die in der GKV mit SECHS Personen versichert sind und einen Monatsbeitrag von 310 EUR insgesamt bezahlen!
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blinker schrieb:
am 21. Mai 2010 um 08:07:29
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Eigenentscheidung
Wer sich in der PKV versichert, erwartet besondere Leistungen und diese müssen auch finanziert werden. Diese
Vorgehensweise ist aber jedem bewusst. Wer mehr erwartet, muss demnach auch mehr dafür bezahlen, da nützt kein gejammere und gezetere. Da auch die PKV eine Solidargemeinschaft ist, müssen die Ausgaben von den Mitgliedern aufgebracht werden, so ist das nun mal. Also ist die Quintessenz aus diesem Bericht folgende: Je individueller die Leistungen, umso höher die Beiträge, so einfach.
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Toni schrieb:
am 20. Mai 2010 um 13:25:06
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GKV
Ich bin trotz Beitragserhöhung lieber Beamter als einfacher Arbeiter. Man hat einfach mehr Vorteile.
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