22.10.2010, 14:45 Uhr | dpa-AFX
Harte Zeiten für Privatversicherte: Sie müssen deutliche Beitragserhöhungen infolge der Finanzkrise fürchten. Die derzeit niedrigen Marktzinsen belasten die Bilanzen der Krankenversicherungen. Allein wegen der geringen Renditen seien Prämienerhöhungen von sechs bis acht Prozent nötig, haben verschiedene Versicherer nach Informationen der "Financial Times Deutschland" errechnet. Dazu kommen noch die normalen Beitragsanpassungen wegen der höheren Kosten im Gesundheitswesen.
Die derzeit niedrigen Zinsen sind für die 46 deutschen Krankenversicherer ein Problem, da ein Teil der Beitragseinnahmen als Rückstellungen zurückgelegt werden muss. Dies ist notwendig, damit die privaten Krankenversicherungen auch für ältere Kunden noch bezahlbar ist. Diese Rückstellungen von zurzeit 144 Milliarden Euro müssen sie zu einem speziellen Satz verzinsen.
Dessen Obergrenze, der sogenannte Höchstrechnungszins, wird vom Bundesfinanzministerium festgelegt. Das hat den Zweck, dass die Versicherer nicht auf Grundlage von riskanten Zinskalkulationen versuchen sollen, Kunden mit günstigen Angeboten zu ködern.
Dieser Satz liegt seit mehr als 50 Jahren unverändert bei 3,5 Prozent, anders als in der Lebensversicherung, wo es aktuell 2,25 Prozent sind. Wenn die Gesellschaften das Geld ihrer Kunden in Staatsanleihen anlegen, bekommen sie heute aber kaum mehr als 2,5 Prozent, zwischen den zugesagten und den erwirtschafteten Leistungen klafft potenziell eine riesige Lücke.
Mindestens zehn Gesellschaften haben dem Bericht zufolge derzeit große Schwierigkeiten, den garantierten Zinssatz von 3,5 Prozent einzufahren. Daher gebe es starke Kräfte in der Branche, die eine vorübergehende Absenkung auf 3,0 Prozent befürworten. Die Anbieter müssten dann mit niedrigeren Zinseinnahmen kalkulieren. Die bisherigen Rückstellungen würden für die Ansprüche der Kunden nicht mehr ausreichen. Sämtliche Krankenversicherer müssten die Preise erhöhen und die Rückstellungen stärken.
Unter den Versicherern tobe derzeit ein heftiger Streit, hieß es in dem Bericht. Die Mehrheit der Gesellschaften sowie die Spitze des Branchenverbands PKV halten strikt dagegen: Sie fürchten, dass eine Absenkung des Zinses fatale Folgen für das Versicherungsgeschäft hätte. Die schwarz-gelbe Koalition hatte den Privatversicherern weitreichende Zugeständnisse gemacht, um ihre Position im Gesundheitssystem zu stärken. Dies könnten allgemeine Preiserhöhungen wegen der Niedrigzinsen zunichtemachen.
Die schwächelnden Gesellschaften dagegen wollen nach "FTD"-Informationen verhindern, dass sie nur für ihre Kunden den Zins absenken müssen. Die betroffenen Versicherer müssten deutlich höhere Beiträge verlangen als Konkurrenten û was ein klarer Wettbewerbsnachteil wäre.
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Quelle: dpa-AFX
Rolli schrieb:
am 23. Oktober 2010 um 15:47:58
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PKV
Das Schulbubchen Rösler sollte für das was er den gesetzlich und privat Versicherten schon angetan hat und noch tun wird eingesperrt
werden oder auf die Philippinen versetzt werden, dort kann er sich für die Arbeitgeberpartei FDP austoben.
Jedenfalls ist die FDP mit solchen Arbeitgeberlobbyisten bei der nächsten Wahl weg vom Fenster und das zu Recht.
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Prometheus schrieb:
am 23. Oktober 2010 um 12:03:36
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Lastenträger
Wir zahlen für 2 Personen jetzt schon über 1100 EUR im Monat, ein Betrag, den sich GKV-Versicherte mal auf der Zunge zergehen
lassen sollten. Bei der nächsten Erhöhung werden Chefarztbehandlung und Einzelzimmer gekündigt! Dann schnurrt die Prämie statt nach oben, sehr deutlich nach unten!
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siggi schrieb:
am 23. Oktober 2010 um 09:34:40
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Kosten
Wir Menschen können unser Leben umstellen,keine Autos,keine Grossindustrie.kein Nikotien,kein Alkohol,keine Chemie und was noch so
unsere Umwelt belastet,die Preise werden weiter steigen.In der heutigen Zeit zählt nur der Profit,Geld machen egal was es kostet.Es werden bei solchen Kommentaren immer wieder Zielgruppen angegriffen,zB Raucher,Alkohol und andere Gifte,aber wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen, wir sind alle für unser ungesundes Leben verantwortlich.
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