18.04.2011, 10:29 Uhr | dapd, dpa-AFX, bv
Fernseher: Nach Japan-Beben werden Elektronik-Bauteile knapp (Foto: imago) (Quelle: imago)
Mehr als einen Monat nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan bekommen Europas Verbraucher die Folgen von Produktionsausfällen immer mehr zu spüren. Kameras, Handys, Laptops oder LCD-Fernseher, die auf Komponenten aus Japan angewiesen sind oder in dem Land gefertigt werden, dürften ab Ende April nur noch merklich eingeschränkt verfügbar sein. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) nach einer eigenen Umfrage bei Herstellern und Händlern. Käufer japanischer Autos müssten sich auf längere Wartezeiten einstellen.
"Einige unserer Industriepartner haben angekündigt, dass es zeitversetzt zu Lieferverzögerungen kommen könnte, da sie einzelne Komponenten für die Produkte aus Japan beziehen", sagte eine Sprecherin von Europas größter Elektronikmarktkette Media-Saturn.
Die Naturkatastrophe hatte viele Fabriken im Norden Japans zerstört, die Bauteile für die ganze Welt fertigen. Nach wie vor schränken ständige Stromausfälle die Industrieproduktion im Land stark ein. Weil viele Händler die unterbrochenen Lieferketten mit Lagerbeständen überbrücken konnten, waren die Folgen für Verbraucher in Europa bislang kaum spürbar.
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Der weltgrößte Autobauer Toyota hat derweil fünf Wochen nach Beginn der Katastrophe wieder an allen inländischen Standorten die Arbeit aufgenommen. Toyota hatte am 14. März die Produktion einstellen müssen. Wegen des Bebens und der Überschwemmung im Nordosten und Osten des Landes gibt es Engpässe bei der Belieferung durch Teilehersteller, wovon auch die Produktion im Ausland beeinträchtigt ist. Bis auf weiteres wird daher vorerst nur mit etwa halber Auslastung produziert, wie Toyota am Montag bekanntgab.
Alle inländischen Werke würden zunächst bis zum 3. Juni arbeiten, danach werde man neu entscheiden. Auch angeschlossene Betriebe in den Krisenprovinzen Miyagi und Iwate produzieren nun wieder. Wegen des Ausfalls des Atomkraftwerks Fukushima ist die Stromproduktion des Landes gestört. Unternehmen wollten sich deshalb untereinander absprechen, um eine Überlastung des Stromnetzes oder Stromabschaltungen möglichst zu vermeiden.
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Quelle: dapd , dpa-AFX , t-online.de
Joerg schrieb:
am 19. April 2011 um 08:32:14
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rebell
Panikmache würde ich das nicht nennen und die von mir genannten Beispiele sind das untere Ende der Fahnenstange.
Wie Konny
geschrieben hat sind viele andere Endprodukte in so einem Fall ebenfalls betroffen und wenn dadurch dann Kurzarbeit etc. angesagt ist und dies Weltweit stattfinden könnte denke ich ist "Globales Problem" doch recht treffend.
Letztendlich können wir eh nur "abwarten und Tee trinken".
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Konny schrieb:
am 18. April 2011 um 23:04:21
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@Syros
Sie sind ja ein richtiger "Gutmensch"Es handelt sich auch nicht um Autos,Fernseher,PC etc.sondern um Bausteine die auch bei
Loewe,Siemens etc. benutzt werden.Ur deutsche Produkte .Wegen dessen Fehlen,in manchen Firmen bei uns Kurzarbeit angesagt ist.
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rebell schrieb:
am 18. April 2011 um 16:37:36
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Joerg, im
Grunde ist es so, aber von einem globalem Problem zu reden, ist schon wieder Panikmache. Oder ist es ein globales Problem, über
kurz oder lang auf einen MP3 Player, ein Radio, E-Zahnbürste zu verzichten? Gestorben ist noch keiner daran, fg.
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