22.07.2010, 15:32 Uhr | apn
Der europäische Zoll hat im vergangenen Jahr zwar häufiger bei Fällen von Produktpiraterie zugegriffen, dabei aber ein Drittel weniger gefälschte Produkte beschlagnahmt. Insgesamt 118 Millionen Waren wurden 2009 sichergestellt, wie aus dem am Donnerstag präsentierten Jahresbericht zur Produktpiraterie hervorgeht. 2008 waren es 178 Millionen. China behauptet dabei unangefochten seinen Spitzenplatz als Herkunftsland gefälschter Waren: 94 Prozent aller beanstandeten Artikel kamen aus dem Reich der Mitte.
"China ist bei der Produktpiraterie weltweit die größte Herausforderung", sagte ein Kommissionssprecher. Zwar setzte die EU zum Jahresbeginn 2009 einen Aktionsplan mit Peking in Kraft, doch mit geringem Erfolg. Zoll-Kommissar Algirdas Semeta will im September in Shanghai mit den chinesischen Behörden über weitere Maßnahmen beraten. Insbesondere soll ein internationales Zoll-Netzwerk aufgebaut werden, um schon an den Herkunftsumschlagplätzen den Export gefälschter Waren einzudämmen.
Deutschland gehört den sechs EU-Staaten mit den meisten Zugriffen und den meisten konfiszierten Produkten. In der Spitzengruppe sind daneben Italien, Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und Spanien. Kommissar Semeta betonte, dass neben Luxusgütern immer mehr gefälschte Gegenstände des täglichen Bedarfs in die Union eingeführt würden, etwa Kosmetika und Medikamente. Durch die Produktpiraterie werde "die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher ernsthaft gefährdet und legal arbeitenden Unternehmen geschadet", sagte er.
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Ein Drittel der beschlagnahmten Produkte waren Zigaretten und andere Tabakwaren. An zweiter Stelle (13 Prozent) standen Markenartikel, gefolgt von Arzneimitteln (10 Prozent).
Nach den Statistiken der Kommission wird die Arbeit der Zollbehörden immer schwieriger: So gab es etwa in Belgien 2009 zwar doppelt so viele Zugriffe, dabei wurden aber nur halb so viele Waren sichergestellt wie im Vorjahr. Immerhin haben die Beamten weiterhin eine gute Nase. Nur fünf Prozent der Waren, die als verdächtig erschienen, stellten sich als Originale heraus.
Quelle: dapd
Leo schrieb:
am 22. Juli 2010 um 18:26:57
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"Produktpiraten"
Hier funktioniert der Markt eben noch. Bessere und billigere Angebote im Inland und das Problem dürfte vom Tisch sein. Nur
kriegen unsere Herren Produzenten den Kropf nicht voll genug.
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zwerg1 schrieb:
am 22. Juli 2010 um 17:55:10
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produktpiaterie
stellt wieder mehr in deutschland her vorallen kleidung, und macht nen akzeptablen preis, dann muss mann erst garnicht
schauen ob ich woanders soviel billiger kauf. selbst der händler weiss ja oft schon nicht ob echt oder unecht. teilweise eranbar am preis und in der verpackung in der sie geliefert wird, aber nicht zwingend. ich selbst achte auf "hergestellt in deutschland" nur leider nicht immer machbar schade eigendlich. dennoch auch aus china kommt gute ware, kostet aber auch seinen preis
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Halli schrieb:
am 22. Juli 2010 um 17:42:09
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Fernost-Imitate
Gut, dass Sie nach dem Forum "Writschaftskrise" nun über diese Produktpiraterie berichten, die ein Teil unserer wirtschaftl.
Probleme ist. Diktaturen wie China glauben, auf Grund ihrer brutalen Wirtschaftsexpansion sind sie erfolgreicher. Man muss ihnen, und nur ihnen, mit gleicher Münze antworten und den Import von Waren von Herstellern, die kopieren, verbieten. Nur das wird verstanden. Diplomatie ist fehl am Platz.
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