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Punktesammeln lohnt nur selten

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Punktesammeln lohnt nur selten

21.05.2008, 13:54 Uhr | AFP / T-Online

Kundenkarten: Große Auswahl, aber auch lohnend? (Foto: imago) Kundenkarten: Große Auswahl, aber auch lohnend? (Foto: imago) Bonuskarten bringen den Kunden meistens nicht die erhofften Rabatte. Die Anbieter geben darüber hinaus die Kundendaten häufig weiter. Das berichtet die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe von "Finanztest". Die regelmäßige Ersparnis liegt demnach zwischen 0,5 und drei Prozent. Nur bei wenigen Karten lassen sich die gesammelten Punkte in Geld umrechnen.

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Rabatthöhe meist unbekannt
Stattdessen gibt es Gutscheine oder Sachprämien, so dass schwer festzustellen ist, wie hoch der Rabatt wirklich ist. Einen Rabatt ohne Einschränkung bietet dem Test zufolge nur eine Baumarktkette, wo der Käufer mit der Bonuskarte direkt einen dreiprozentigen Rabatt bekommt. Bei Sachprämien raten Verbraucherschützer, sich zu überlegen, wie viel Geld vorab für die erforderliche Punktzahl ausgegeben werden muss.

 

Hohe Rabatte bei hohen Umsätzen - hoffentlich
Bei Anbietern, die mehr als drei Prozent Rabatt mit der Sammelkarte gewährten, müssten die Kunden oft erst einen hohen Mindestumsatz machen - bei einem Schuhhändler beispielsweise 700 Euro im Jahr, dafür gibt es dann fünf Prozent Rabatt. Oft sei die Rabatthöhe aber auch gar nicht genau messbar oder das Ermäßigungssystem sehr unübersichtlich, bemängelten die Tester. So gewähre eine Spielwarenkette pro Euro Umsatz einen Stern. Ab 100 Sternen gebe es dann Rabatt-Coupons, die allerdings nur befristet gültig seien.

Datenschutz häufig mangelhaft
Die Warentester bemängelten außerdem den Datenschutz. Bei gut der Hälfte der überprüften 23 Bonusprogramme war es demnach schwer, überhaupt einen Hinweis dafür zu finden, was mit den Daten der Kunden passiert. Bei sieben Anbietern kann die Weitergabe nicht verhindert werden. Insgesamt halten sich demnach nur elf der 23 Anbieter an das Gesetz, die Kunden klar darauf hinzuweisen, welche Daten sie erheben und was sie damit tun.

Viele persönliche Angaben sind freiwillig
Wer eine Kundenkarte haben will, muss dem Anbieter in der Regel Name, Geburtsdatum und Anschrift nennen. Weitere persönliche Angaben wie Familienstand, Beruf oder Einkommen sind freiwillig. Wenn der Anbieter die Daten für Marktforschung und Werbung nutzen will, muss sich der Antragsteller damit einverstanden erklären. Auf der Karte werden Produktdaten und die erzielte Punktzahl gespeichert und an den Anbieter übermittelt. Außerdem erfährt der Kartenbetreiber nach Ansicht der Stiftung genau, wann der Kunde was kauft und kann diese Daten für gezielte Werbung nutzen.

Anonym sparen dank "Fleißmärkchen"
Wer bei seinen persönlichen Daten und in Sachen Rabatt auf Nummer sicher gehen will, dem empfehlen die Warentester simple Stempelkarten. Bei diesen Treuekarten gibt es etwa in der Kaffeebar nach zehn Milchkaffee den elften umsonst - sie lieferten schnellen Rabatt "ohne Schickschnack" und noch dazu anonym, urteilten die Tester.

Welche Kundenkarten gibt es eigentlich?
Branchenübergreifend am weitesten verbreitet ist Payback: Seit 2000 auf dem Markt und nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung in rund zwei Dritteln aller Haushalte im Portemonnaie. Partner sind unter anderem die Aral-Tankstellen, die dm-Drogeriemärkte, Galeria Kaufhof oder Real. Im Folgejahr startete Happy Digits von Karstadt, Quelle, Kaiser's/Tengelmann und Deutscher Telekom. Die Karte ist in rund 42 Prozent der Haushalte im Einsatz. Seit diesem Jahr ist die Deutschlandcard zu haben, Partner sind unter anderem die Edeka-Märkte und Marktkauf-Warenhäuser, das Reiseunternehmen L'Tur und die Deutsche Bank. Zusätzlich haben einzelne Ketten Kundenkarten, die nur im jeweiligen Unternehmen gültig sind.

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Quelle: t-online.de

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