02.06.2010, 08:37 Uhr | dpa, apn, bab
Bilder aus alten Tagen: Quelle Versandhandel (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Exakt ein Jahr nachdem der Mutterkonzern Arcandor Insolvenz anmelden musste, hat Quelle-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg den staatlichen Massekredit von über 50 Millionen Euro samt Zinsen zurückgezahlt. Der Freistaat hatte den Betrag gemeinsam mit Sachsen und dem Bund auf dem Höhepunkt der Quelle-Krise im Juli 2009 zur Verfügung gestellt, damit Quelle in der Insolvenz fortgeführt werden konnte.
Nach einem offenen Streit zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dem damaligen Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg hatten der Bund 25 Millionen, Bayern 20,5 Millionen und Sachsen 4,5 Millionen Euro gezahlt, um die sofortige Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Nach vergeblicher Investorensuche wurde Quelle Ende 2009 abgewickelt. Der Ausverkauf der Warenlager hatte einen dreistelligen Millionenbetrag für die letzten Lohnzahlungen und für die Rückzahlung des staatlichen Massekredits erbracht.
Der Kredit diente als Sicherheit für die Essener Valovis Bank, die das Versandunternehmen nach der Insolvenzanmeldung von sämtlichen Geldströmen abgeschnitten hatte. Dadurch konnte Quelle seine Lieferanten nicht mehr bezahlen, auch die Kunden verloren das Vertrauen. Mit dem Massekredit im Rücken jedoch lief das sogenannte Factoring-Programm wieder an. Dabei trat Quelle wie gewohnt seine Kundenforderungen gegen einen Abschlag an die Bank ab und wurde im Gegenzug von dieser mit Geld versorgt. Der Kredit konnte das von Gustav Schickedanz gegründete Unternehmen zwar nicht retten, ermöglichte jedoch eine halbwegs geordnete Abwicklung der Insolvenz. Nach mehreren Entlassungswellen gingen im Quelle-Stammhaus in Fürth Ende Februar die letzten Lichter aus.
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Quelle: dapd , dpa
Bernd schrieb:
am 2. Juni 2010 um 22:36:39
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Quelle insolvenz
Gut das der Massekredit zurückgezahlt wurde sogar mit Zinsen. Wenigstens ein Geschäft das sich für den STZ "gelohnt hat".
Jeodch wäre mir der Kredit mit einer bestehenden Quelle lieber gewesen. Hätte man sicherlich auch err. können wenn alle an einem Strang gezogen hätte, aber das ewige gezerre ob der Kredit überhaupt gez. wird, die arrog. Bank die einfach den Hahn mal so abdreht, die Druckerei die systematisch den Katalog stoppt. Sehr fragwürdig. So rettet man kein Unternehmen liebe Gläubiger!
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muehlenfee schrieb:
am 2. Juni 2010 um 10:08:20
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@nordpol
Richtig so, die Banken fahren mächtige Gewinne ein, die sie nicht an die Kunden weitergeben. Dann sollten sie wenigstens ihre
Staatsschulden begleichen.
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Nordpol schrieb:
am 2. Juni 2010 um 10:03:39
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Quelle-Rückzahlung
Dank u.a. auch an Sachsen!!
Und wann machen sich nun endlich die verruchten Banken daran, ihre Schulden an den Staat (an
uns Steuerzahler!!!!) zurückzuzahlen?????
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