16.09.2011, 15:34 Uhr | AFP, t-online.de
Trotz Megamieten bleibt die Strahlkraft teurer Einkaufsmeilen ungebrochen. Im jährlichen Ranking der Shopping-Meilen der Immobilien-Beratungsfirma Cushman & Wakefield gab es aber einige Änderungen in den Top Ten. So konnte sich die Pariser Champs-Elysées im Städte-Ranking verbessern und eine Londoner Edelmeile als Europas teuerste Einkaufsstraße ablösen. Doch der Boom hat auch seine Schattenseiten, wie das Beispiel Paris zeigt.
Die Fifth Avenue in New York ist mit einer Jahresmiete von 16.704 Euro pro Quadratmeter (plus 21,6 Prozent gegenüber 2010) die teuerste Adresse. Eine Einkaufsmeile aus München ist nach wie vor in den Top Ten vertreten. Doch verglichen mit den Spitzenlagen in den USA und Fernost sind die Mieten dort um 70 Prozent günstiger. Doch auch ein Quadratmeterpreis von knapp 4000 Euro stellt einen stolzen Preis dar.
Damit ist München aber noch weit von den Preisen auf der Champs-Elysées entfernt. Weltweit steht die Pariser Prachtstraße auf Platz fünf. Den Angaben zufolge kletterten die Mieten auf den Champs-Elysées im laufenden Jahr um 5,3 Prozent auf derzeit durchschnittlich 7364 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Die Allee zwischen Triumphbogen und Concorde-Platz holte damit wieder die Londoner New Bond Street ein, die ihr im Jahr 2010 den ersten Platz in Europa abgerungen hatte.
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Der deutliche Mietanstieg auf den Champs Elysées zeige, dass die "schönste Allee der Welt" wieder im Aufwind sei, heißt es in der Studie. Der - wenn auch bescheidene - Wirtschaftsaufschwung, die wachsende Zahl von Touristen in der französischen Hauptstadt und der Mangel an verfügbaren Immobilien hätten den Appetit großer internationaler Marken angeregt, erläuterte Christian Dubois von Cushman & Wakefield.
Davon zeugten auch jüngste Neueröffnungen wie die des britischen Warenhauses Marks and Spencer auf der Renommiermeile. Auch große Bekleidungshäuser wie Tommy Hilfiger oder die schwedische Billigmode-Kette H&M sind neu auf den "Champs", wie die Pariser ihre Prachtstraße nennen - zum Bedauern der Stadt, die fürchtet, Filialen dieser Art könnten immer mehr Kinos und Restaurants verdrängen.
Nur sehr große Ketten können sich die Mieten leisten, auch wenn die Läden angesichts der Kosten wohl nur aus Prestigegründen betrieben werden und kaum oder gar keinen Gewinn erzielen. Kleinere Geschäfte oder Behörden haben das Nachsehen. So hat laut einem Bericht in der "Süddeutschen Zeitung" vor kurzem eine Post-Filiale an der Prachtstraße dicht gemacht - statt 15.000 sollte die Post künftig 100.000 Euro Miete pro Jahr zahlen.
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Quelle: t-online.de , AFP
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