
07.11.2011, 13:29 Uhr | Financial Times Deutschland
Die Ressourcenknappheit macht die Aufarbeitung von Abfall attraktiver. Selbst CO2 könnte künftig zu Kunststoff werden. Nicht Erdöl, Uran oder Kohle - Müll ist der Rohstoff der Zukunft. Schon heute fallen nach Schätzungen der Vereinten Nationen jährlich 11,2 Milliarden Tonnen fester Abfälle an. Abfallsammler und -recycler erlösen damit weltweit 410 Milliarden Dollar. Ihr Umsatz steigt stetig. Denn mehr Menschen verbrauchen mehr Ressourcen und sorgen so für mehr Müll.
Möglichkeiten, ihn wiederzuverwerten, gibt es viele. Der Abfall aus dem Müllcontainer ist nur der Anfang. Aus einer Tonne Elektroschrott holen Unternehmen wie der belgische Konzern Umicore bis zu 50-mal so viel Gold wie aus einer Tonne Minengestein.
Das ist nicht nur einfacher, sondern auch wesentlich umweltfreundlicher. Auch die für viele Technologien benötigten Seltenen Erden, über deren Preise sich Hauptförderer China regelmäßig mit Europa und den Vereinigten Staaten streitet, gewinnt Umicore auf diese Weise.
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Kohlendioxid ist ein weiteres Abfallprodukt mit Potenzial. Es entsteht bei vielen Verbrennungsprozessen, etwa im Automotor. Der Chemieriese Bayer und die RWTH Aachen wollen das Gas nutzen, um die Erdbewohner der Zukunft mit Kunststoffen zu versorgen. Sie arbeiten daran, Kohlendioxid in Polyurethan einzubauen. Dieses Material wird beispielsweise in Sportschuhen, Matratzen und Dämmstoffen verwendet.
"Ab dem Jahr 2015 wäre eine kommerzielle Produktion möglich, wenn alles weiter so glatt läuft wie bisher", sagt Christoph Gürtler von Bayer. Der Konzern ist mit einer Jahresproduktion von zwei Millionen Tonnen weltweit größter Hersteller von Polyurethan-Schäumen.
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Eine neue Recycling-Herausforderung bringt der Siegeszug alternativer Energiequellen mit sich. Solarzellen & Co. sollen unabhängig machen von fossilen Brennstoffen. Doch auch Fotovoltaikanlagen wandern irgendwann in den Müll. Ihre Wiederverwertung entwickelt sich zu einem lukrativen Markt. Zwischen Juni 2010 und Oktober 2011 hat etwa PV Cycle, ein Zusammenschluss von Solarunternehmen, europaweit mehr als 1000 Tonnen an alten Modulen zur Wiederverwertung eingesammelt.
Recycling allein kann das Rohstoffproblem jedoch nicht lösen. Auch Alternativen zu fossilen und mineralischen Rohstoffen müssen her. Dafür wird der Komposthaufen zur Energiequelle: Ölkonzerne arbeiten an Treibstoffen aus organischen Abfällen wie Pflanzenresten (Bioethanol). In Brasilien und den USA ist bereits Benzin mit einem Bioethanol-Gehalt von bis zu 85 Prozent auf dem Markt.
Angesichts steigender Rohstoffpreise wird das Geschäft mit Abfällen immer lukrativer.
Aus pflanzlichen Ölen, Fasern und Zuckern können auch Kunststoffe hergestellt werden - PET-Flaschen und Joghurtbecher, aber auch Dübel und Skischuhe aus solchem Plastik sind bereits auf dem Markt.
An der Fachhochschule Hannover entwickelt Hans-Josef Endres biobasierte Kunststoffe, die in Autos zum Einsatz kommen sollen. Naturfasern seien leicht und stabil, sagt der Wissenschaftler - der größte Vorteil nachwachsender Rohstoffe sei jedoch ihre Verfügbarkeit. "Eigentlich wollen wir uns ja gar nicht einschränken. Wenn wir aber regenerative Rohstoffe einsetzen, dann können wir mit diesen auch großzügiger umgehen."
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Quelle: Financial Times Deutschland
Chrissie schrieb:
am 31. Oktober 2011 um 08:57:04
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Nicht alles im TV glauben!
Leute, ihr springt immer auf TV-Beiträge an, die einem dem Atem rauben. Habt ihr schon mal daran gedacht, dass
solche Verhältnisse gerade für das TV ein gefundenen Fressen ist?
Da findet man ein großes Müllfeld in Ghana oder sonst wo in Afrika und es wird dann gesagt "Dieser Müll stammt aus Deutschland!" - Wer überprüft eigentlich eine solche Aussage? Die Sender wissen genau, dass so etwas richtig gut zieht. Fakt ist: Wer heute noch Müll nach Afrika bringt ist bei den Preisen sowas von d
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storekeeper schrieb:
am 31. Oktober 2011 um 00:35:56
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recycling
es wird alles wieder neu erfunden-in der ddr gab es mal einen gut funktionier-
enden schrott- und altstoffaufkauf. da gab es auch
einen guten preis für die
sammler.es wurde erstmal alles zerschlagen . nun merken wir,es war doch
etwas gutes.
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Hans41 schrieb:
am 30. Oktober 2011 um 18:53:15
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Receycling
was man plant und was ist sind 2 sachen.ich bewohne 36m² und habe für sowas keinen Platz.Da ich kein Auto habe,muss ich sehen
,wie alles entsorgt wird.Bei der heutigen Technik sollen die Betriebe es selbst heraus filtern.sie glauben doch nicht,das ich das mit einem taxi entsorge wo leb ich denn
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