
12.07.2011, 16:08 Uhr | Spiegel Online
Die Finanzberatung soll transparenter werden (Foto: imago) (Quelle: imago)
Gebühren für Finanzberatung sollen transparenter werden. Das Verbraucherschutzministerium will laut "Süddeutscher Zeitung" unabhängige Honorarberater fördern. Damit soll Abzocke über versteckte Provisionen verhindert werden.
Bei Anlagegeschäften profitieren die Berater oft mehr als die Kunden. Die Bundesregierung will Anleger nun mit einem neuen Modell vor Abzocke schützen. Vermittler sollen demnach statt undurchsichtiger Gebühren ein vorher festgelegtes Honorar bekommen. Laut "Süddeutscher Zeitung" (SZ) hat das Verbraucherschutzministerium ein entsprechendes Eckpunktepapier ausgearbeitet, das derzeit mit Finanz-, Wirtschafts- und Justizministerium abgestimmt wird.
"Dem Verbraucher muss im Beratungsgespräch klar sein, ob er es mit einem Vermittler zu tun hat, der vom Verkauf von Finanzprodukten profitiert, oder mit einem unabhängigen Berater, der von der Beratungsleistung lebt (Honorar) und der Finanzprodukte entweder überhaupt nicht verkauft oder hieran nichts verdient", zitiert die Zeitung aus dem Papier. Demnach will das Ministerium das Berufsbild des Honorarberaters verankern und zugleich eine bessere Qualifikation verlangen. Ähnlich wie Steuerberater oder Rechtsanwälte sollen Berater künftig bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
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Um versteckte und hohe Provisionen auszuhebeln, sollen Honorarberater den Plänen zufolge ausschließlich von den Kunden bezahlt werden. Die Gebühr soll vorher festgelegt werden. "Der Honorarberater muss in seinen Entscheidungen von Produktanbietern unabhängig sein. In keinem Fall darf er Provisionen für sich behalten", zitiert die "SZ" aus dem Papier.
Bei der Vermittlung von Finanzprodukten dürften jedenfalls keine wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Produktanbietern und Vermittlern bestehen. Dies könnte laut dem Plan des Ministeriums dadurch gelingen, dass Anbieter von Versicherungen und Anlageprodukten Nettotarife ohne Provisionen schaffen.
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Verbraucherschützer kritisieren, dass Berater dazu neigen, mit hohen Vermittlergebühren verbundene Produkte zu verkaufen, weil sie daran selbst am meisten verdienen. Das soll sich durch die Bezahlung direkt durch den Kunden verändern. Bisher wird Verbrauchern suggeriert, Beratung erfolge kostenlos. Doch Vermittler bekommen für den Verkauf von Produkten Provisionen, von denen wiederum der Kunde nichts mitbekommt.
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Quelle: Spiegel Online
Kaufmann schrieb:
am 12. Juli 2011 um 20:16:13
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Gebühren
Seltsam, wieso eigentlich immer auf die Finanzbranche. Millionen von
Vertriebsleuten leben doch von den Provisionen, wovon denn
sonst, egal für welches Produkt, Staubsauger, Möbel, Fahrräder etc. etc., all überall sind nat.diese Vertriebsprovisionen in den Preisen versteckt, wo auch sonst.
Glauben die Herrschaften ernsthaft, der Bürger würde freiwillig ein Honorar
für eine Beratung, egal ob Versicherung, Banken, Altersvorsorge usw. zahlen wollen??? Alles Traumtänzer.
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Querdenker schrieb:
am 12. Juli 2011 um 20:03:31
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Trickserei
Ich finde auch das die Provisionsjäger gestoppt werden sollten. Am besten nur noch Produkte zulassen die ohne jegliche Provision
stattfindet. Verbraucher sollten lernen das Beratung Geld kostet und das Berater selbständige Kaufleute sind. Das bedeutet es wird nach Zeitaufwand bezahlt. Erst dann sind alle Berater unabhängig von den Konzernen. Z.Zt. kassieren die Berater Honorar und Provision! Dies sollte für Vers., Bausparen, AKtine und alles was es sont noch gibt gelten
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Tricki schrieb:
am 12. Juli 2011 um 19:19:15
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Trickserei
Die Regierung soll selber mit der Trickserei aufhören. Der Bürger soll ganz geschützt werden. Achja, sind bald wieder Wahlen?
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