09.07.2007, 10:11 Uhr | dpa-AFX / onWirtschaft, 09.07.07
Europas größter Reiseveranstalter TUI hat einem Pressebericht zufolge vor der geplanten Fusion mit dem britischen Touristikkonzern First Choice Holidays Probleme mit seiner zu Jahresbeginn geschaffenen Fluggesellschaft TUIfly. Wie das "Handelsblatt" unter Hinweis auf Unternehmens- und Branchenkreise berichtete, bleibt die aus dem Billigflieger HLX und der Charterlinie Hapagfly entstandene Airline angesichts der Überkapazitäten im deutschen Markt weit hinter den geplanten Ergebnissen zurück. Der Stuhl von TUIfly-Chef Christoph Mueller wackle deshalb heftig.
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Allianz mit Air Berlin beendet
"Von der Zielgeraden sind wir ganz schön entfernt", zitierte das Blatt einen nicht genannten TUI-Manager zur Differenz zwischen geplantem und erzieltem Ergebnis. Mueller sei es nicht gelungen, für den sich verändernden deutschen Luftverkehrsmarkt eine neue Strategie zu entwickeln, werden Einschätzungen von Insidern weiter zitiert. Die Pläne des zweitgrößten deutschen Carriers Air Berlin, sich die Ferienfluggesellschaft LTU einzuverleiben, hätten die bisherige Allianz zwischen Air Berlin und TUIfly beendet. Seitdem fehle der TUI ein Partner im Fluggeschäft.
Schonfrist bis September
Die Probleme erreichen TUI kurz vor der Fusion mit First Choice. Anfang September soll die Aktie der künftigen TUI Travel plc in London erstmalig gehandelt werden. Im Börsenprospekt ist nach dem Bericht der Zeitung Mueller als Airline-Vorstand genannt. Deshalb werde er kaum vor September gehen müssen, zitiert das Blatt Branchenkreise. Am kommenden Mittwoch treffe der TUI-Aufsichtsrat zu einer vorgezogenen Sitzung in Hamburg zusammen. Es handele sich nicht um eine Krisensitzung, sagte ein Sprecher der Zeitung, sondern es gehe darum, dem Aufsichtsrat den Stand der Fusion zu erläutern.
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Quelle: t-online.de
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