
14.02.2011, 12:08 Uhr | Financial Times Deutschland
Für den französischen Autobauer Renault ist Russland einer der Märkte der Zukunft. Dort und in den Schwellenländern Brasilien und Indien will Renault den Absatz in den nächsten Jahren deutlich steigern. Das soll eine größere Unabhängigkeit vom stagnierenden Heimatmarkt in Europa bringen.
Russland ist damit für Unternehmenschef Carlos Ghosn viel wichtiger als das boomende China, wohin Ghosn nicht vor 2013 expandieren will. Europas drittgrößter Autobauer will bis 2013 weltweit jährlich mehr als drei Millionen Wagen absetzen.
Renault verhandelt deshalb derzeit über die Mehrheitsübernahme beim Hersteller Awtowas, der Russlands größte Marke Lada besitzt. Seit Anfang 2008 halten die Franzosen an Awtowas 25 Prozent und damit ebenso viel wie der russische Staat. "Die Dynamik in Russland gewinnt sehr schnell an Fahrt", so Ghosn jüngst.
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Dynamik hin oder her - gerade Renault weiß, wie schwer es mitunter sein kann, Geschäfte in dem Land zu machen. Ministerpräsident Wladimir Putin drohte einst dem französischen Autobauer mit Enteignung, sollte sich dieser nicht an der Sanierung von Awtowas beteiligen.
Der Lada-Produzent galt 2009 als so gut wie pleite. Inzwischen geht es dem russischen Unternehmen vor allem dank finanzieller Hilfe aus Moskau und anziehender Verkäufe wieder deutlich besser. Die Franzosen sagten ihre langfristige Zusammenarbeit mit Awtowas zu.
Quelle: Financial Times Deutschland
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