Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Börse >

Rentenfonds: Kosten fressen Rendite auf

...

Kosten fressen Rendite auf

03.08.2010, 09:08 Uhr | Financial Times Deutschland

Steigende Anleihepreise drücken Rendite bei Rentenfonds (Foto: imago)Steigende Anleihepreise drücken Rendite bei Rentenfonds (Foto: imago)Rentenfonds, die in Anleihen mit kurzer Laufzeit investieren, haben derzeit ein Problem: Die Papiere liefen in den vergangenen Monaten zu gut. Die Kurse kletterten in die Höhe, deshalb sanken die Renditen. Das ist eine Eigenheit der Anlageklasse. Je höher der Kaufpreis einer Anleihe ist, desto weniger Erträge wirft sie ab. Dazu trug einmal das gesunkene Zinsniveau bei, andererseits auch die wachsende Risikoscheu, die vor allem die Kurse von Anleihen guter Schuldner befeuerte. So liegt etwa die Rendite von Bundesanleihen mit einer Laufzeit von unter drei Jahren derzeit bei weniger als einem Prozent.

Wie gut kennen Sie sich mit Fonds aus? - Fonds-Quiz
Schnell finden - Fonds-Suche
Ranking - Die bestbezahlten CEOs
Video - Stürmische Zeiten am Gasmarkt


Fondsmanager in der Zwickmühle

In den vergangenen zwei Jahren verhalfen die ansteigenden Kurse den Fonds zu einer ordentlichen Performance. Nun aber stecken die Manager in der Zwickmühle. Halten sie die Papiere bis zur Endfälligkeit, drohen Performance-Einbußen. Denn zum Ende der Laufzeit nähert sich der Kurs einer Anleihe immer dem Nennwert an und liegt nicht mehr darüber, wie es zurzeit meist der Fall ist. Neuinvestitionen würden jedoch ebenfalls die Renditen verwässern.

Riskante Beimischung für mehr Performance

Viele Portfoliomanager beginnen deshalb, riskantere Papiere beizumischen und damit die Wertentwicklung zu steigern. "Im aktuellen Marktumfeld ist es die Hauptaufgabe eines Rentenfondsmanagers, das Risiko gut zu dosieren", sagt Claus Meyer-Cording, der bei der Deutsche-Bank-Tochter DWS einen Kurzläufer-Rentenfonds verwaltet. Er mischt etwa italienische und irische Staatsanleihen bei, um der Performance seines Fonds auf die Sprünge zu helfen. Meyer-Cording hält das Kreditausfallrisiko indes für überschaubar. "Italien ist recht solide und Irland mit seiner Sanierung auf einem guten Weg."

Anleihen - Notplan für Spanien steigert Risikoaufschlag
Überblick -Staatsanleihen Tops Flops

Der Fondsmanager investiert zudem auch in Unternehmensanleihen und Pfandbriefe. Von spanischen Pfandbriefen erwartet er, dass die Rendite im laufenden Jahr um einen Prozentpunkt höher ausfällt als bei deutschen Papieren. "Das macht sich im niedrigen Zinsumfeld bemerkbar", sagt er. Meyer-Cording will mit den Beimischungen im laufenden Jahr eine Fondsrendite von zwei bis drei Prozent nach Kosten erzielen.


Kaum Rendite bei Anleihen mit Best-Rating

Nicht alle Fondsmanager können allerdings das Risiko hochfahren. Ist ein Fonds strikt konservativ konzipiert und darf etwa nur in kurz laufende Anleihen mit dem bestmöglichen Rating "AAA" investieren, sind die Aussichten für dieses Jahr schlecht. "Man kann dem Investor nicht geben, was es nicht gibt", sagt Hans-Ulrich Mayer, der bei Oppenheim Fonds Trust einen Rentenfonds verwaltet. "Und Staatsanleihen mit Triple-A-Rating und einer Laufzeit von einem bis drei Jahren bringen derzeit einfach eine historisch geringe Rendite." Anleger in solchen Fonds müssen seiner Ansicht nach akzeptieren, dass die Vehikel im derzeitigen Marktumfeld schlecht laufen.

Verwaltungsgebühren verschlingen die Rendite

Doch die Akzeptanz fällt schwer. Die Kosten der risikoarmen Kurzläuferfonds drohen die Renditen aufzufressen. Sollen die Fonds rentabel bleiben, müssten die Anbieter bei den Verwaltungsgebühren nachjustieren, sagt Werner Hedrich, Analyst der Ratingagentur Morningstar: "Nimmt ein Manager kein höheres Risiko in Kauf, muss er die Kosten runternehmen. Sonst ist der Fonds kein gutes Geschäft mehr für die Anleger."

Rentenfondanbieter sträuben sich gegen Gebührensenkungen

Bisher scheint allerdings kaum ein Anbieter dazu bereit. Bei der Allianz-Tochter Pimco etwa, einem der größten Rentenfondsanbieter, denkt man darüber nicht nach, ebenso wenig beim Branchenriesen DWS. Dabei sind Gebührensenkungen in schlechten Marktphasen nicht unüblich. Zuletzt schraubten etwa einige Anbieter von Geldmarktfonds die Verwaltungsgebühren herunter. Die Produkte investieren zum Teil in dieselben Papiere wie Kurzläufer-Rentenfonds. Im derzeitigen Marktumfeld waren sie mit ihren ursprünglichen Kosten für Anleger nicht mehr rentabel.


Quelle: Financial Times Deutschland

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Rentenfonds: Kosten fressen Rendite auf" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Rentenfonds: Kosten fressen Rendite auf" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Rentenfonds: Kosten fressen Rendite auf"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr
Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige