13.12.2011, 08:59 Uhr | cs mit dapd
Der Sozialversicherung könnte eine kleine Revolution bevorstehen. Wie die "Süddeutschen Zeitung" (SZ) berichtet, gibt es bei der Rentenversicherung (DRV) Überlegungen, künftig die Sozialbeiträge einzuziehen und damit die Krankenkassen in diesem Bereich zu entmachten. Unterstützung erhält sie demnach von der Bundesagentur für Arbeit (BA). Die DRV dementierte in der Zwischenzeit, den Kassen den Einzug der Beiträge zur Sozialversicherung streitig machen zu wollen.
Es geht um über 320 Milliarden Euro, die die Kassen jährlich von den Sozialversicherten kassieren. In einem der "SZ" vorliegenden Strategiepapier heißt es, die DRV könne diese Summe einfacher und billiger abbuchen als die Krankenkassen. Die Einsparungen sollen enorm sein.
Den Einzug der Beiträge lassen sich die Kassen ordentlich entlohnen. So zahlen BA und DRV dem Bericht zufolge über 800 Millionen Euro jährlich. Dieses Geld wollen die Behörden jetzt offenbar sparen. So habe die BA die Vereinbarung über den Beitragseinzug fristgerecht zum Ende des Jahres gekündigt. Und die DRV will gleich selbst die Gebühren für alle Sozialversicherungsträger kassieren.
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Insgesamt "ergäbe sich eine Einsparung für die gesamte Sozialversicherung in Höhe von 786,244 Millionen Euro" jährlich, heißt es in dem Papier. Damit könnten die Kosten von über 1,3 Milliarden Euro um 60 Prozent reduziert werden. Erreichen will die DRV das vor allem durch Abbau von Bürokratie.
Weil es derzeit noch etwa 150 Kassen gibt, haben vor allem große Arbeitgeber sehr oft mit vielen unterschiedlichen Ansprechpartnern und Konten zu tun. Dies würde nach Darstellung der Rentenversicherung bei einer Umstellung entfallen. "Der Arbeitgeber braucht nur noch einen Beitragsnachweis abzugeben und nur eine Überweisung zu fertigen", heißt es dazu in dem Papier.
Das größte Sparpotenzial sieht die DRV aber in den Personalkosten. Denn die eigenen Mitarbeiter könnten die Arbeit effizienter verrichten als die Kassen. Dort kümmern sich sogenannte Sozialversicherungsfachangestellte um den Zahlungsverkehr des Sozialstaats - etwa 17.000 arbeiten für die Kassen. Die DRV veranschlagt für die Aufgabe lediglich 11.000 Mitarbeiter.
Die Einsparung sei sogar dann erheblich, falls es der Rentenversicherung nicht gelingen sollte, mit weniger Mitarbeitern auszukommen als die Kassen. "Selbst wenn man von den Kosten für 17.000 Mitarbeitern ausginge, beliefe sich der Einsparbetrag noch immer auf 492,378 Millionen Euro", heißt es in dem Papier.
Laut der DRV handelt es sich bei dem Papier lediglich um "Überlegungen der Fachebene, welche Konsequenzen eine immer wieder diskutierte neue Aufgabenverteilung beim Beitragseinzug für die Rentenversicherung hätte". Die DRV setze sich "nicht für eine Übertragung des Beitragseinzugs von den Krankenkassen auf die Deutsche Rentenversicherung ein." Es sei weder in Entscheidungsgremien über die Überlegungen diskutiert worden noch "hat es entsprechende Beschlüsse gegeben."
Seit 1942 ziehen die Kassen alle Beiträge ein, die ein Arbeitnehmer zu zahlen hat. Es geht um die Gelder für die Rentenversicherung, für die Arbeitslosenversicherung, die Pflege- und die Krankenversicherung. Letzteres galt bis vor drei Jahren. Seit der Einführung des Gesundheitsfonds kassieren die etwa 150 Kassen nichts mehr für sich selbst, sondern nur noch im Auftrag des Gesundheitsfonds.
Quelle: dapd , t-online.de
papatheo schrieb:
am 13. Dezember 2011 um 19:40:29
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(6)
rentenversicherung
na geil, was kommt noch, heisst das jetzt, das ich den jahrelang zu viel bezahlten überweisungsbeitrag sofort zu
rurückfordern kann, coll. denn bekommt die familie endlich ein tolles weihnachtsgeschenk
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Hallihallo schrieb:
am 13. Dezember 2011 um 19:22:22
(26)
(1)
@DS
Zum Arzt und in die Apotheke kann man auch in den anderen Europäischen
Staaten, für weniger Geld. Alleine die Medikamente sind 50 %
billiger, erst
Informieren bevor man Schreibt.
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brian f schrieb:
am 13. Dezember 2011 um 19:01:11
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(22)
Einsparung bei RV
nene das lasst mal schön sein, kostet einerseits Jobs und die eingesparte kohle landet dann eh wieder im
Beamtenpensionstopf und nciht bei den Arbeitnehmern welche die Beiträge erwirtschaften - da bedienen sich die Beamten nochmals, reicht schon das die unsere Arbeitslosenversicherung jedes Jahr um 2,5 MRD Euro erleichtern damit sie später mal ne fette pension bekommen
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