04.11.2010, 11:22 Uhr | oca, dapd
Riesige Gasvorkommen in NRW (Foto: Stepmap)
Ölgiganten wollen in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens nach Erdgas bohren. Medienberichten zufolge hätte ExxonMobil bereits Genehmigungen für millionenteure Probebohrungen erhalten. Das geht aus einer den Zeitungen der "WAZ"-Mediengruppe vorliegenden Antwort von NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) an die Landtagsfraktion der Grünen hervor. Exxon hatte bereits sich in Niedersachsen Konzessionen zur Erforschung des Bodens gesichert und Probebohrungen durchgeführt. Die Energiemacht Russland blickt mit Sorge auf diese Entwicklung. Denn sie könnte an Bedeutung verlieren.
Die Gesamtfläche, in der Gasvorkommen zunächst erkundet werden sollen, entspricht der Hälfte des Bundeslandes. Der Schwerpunkt liegt im nördlichen Münsterland in Borken, Steinfurt und Nordwalde will ExxonMobil in Kürze Bohrungen durchführen. Betroffen ist auch das nördliche und südliche Ruhrgebiet sowie Kreise im Sauerland.
Die Grünen im Bundestag und im NRW-Landtag fühlen sich dem Bericht zufolge überrumpelt. "Wir sind überrascht. Wir wussten von nichts. Die Claims wurden still und heimlich abgesteckt", sagte Oliver Krischer, Energieexperte der Grünen im Bundestag.
Bei den Vorkommen handelt es sich um sogenanntes "unkonventionelles" Erdgas. Es ist in Gesteinsschichten sowie Kohleflözen eingelagert und kann nur mit hohem Aufwand gefördert werden. Dabei wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien mit Druck in das Bohrloch gepumpt, um das Gestein zu spalten und das Gas strömen zu lassen. Die Grünen befürchten, dass bei dieser Fördertechnik giftige Chemikalien und radioaktive Stoffe ins Grundwasser gelangen und verseuchen. Im Münsterland habe sich bereits eine Bürgerinitiative gegründet.
Während die Suche nach Schiefergas in Europa noch in den Kinderschuhen steckt, ist es in den USA bereits gelungen, schon mehr als 6000 Gasquellen zu erschließen. Die USA ist daher bereits mit Russland als wichtigster Erdgasproduzent auf Augenhöhe. So könnte Russlands Energiemacht gebrochen werden, wenn größere Mengen Erdgaslieferungen aus anderen Staaten Europas oder aus den USA möglich werden. Experten schätzen, dass in Europa Gasreserven im Umfang von 14 Billionen Kubikmetern Schiefergas lagern.
Quelle: dapd , t-online.de
Bürger schrieb:
am 3. November 2010 um 19:48:01
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auch bei dieser
Diskussion stellt sich wieder heraus: wir - als Volk haben nichts davon. Und warum nicht? Weil wir den Krieg verloren haben,
und in dritter Generation immer noch dafür büssen und zahlen müssen.
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max100 schrieb:
am 3. November 2010 um 19:39:21
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schwoab
Hallo schwoab ! Es gibt ständig Kommentarschreiber für die hat Schröder oder die SPD an allem auf dieser Welt Schuld. Ich bin
auch kein Schröderfreund aber ich bemühe mich sachlich zu bleiben und nicht nur albernen Quatsch zu schreiben.
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Realo schrieb:
am 3. November 2010 um 19:18:47
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Frage an Scott
mit was heizen Sie? schon mit Erdwärme oder Luftwärmetauschern? Super!
Ich schätze mal da heizen weit über 80% Stand heute
noch mit fossilen Stoffen.
Das Finazrisiko bei den Bohrungen tragen doch die Energiekonzerne.
Aber klimaneutral ist neben Sonne, Wind und Wasserkraft (als Brückentechnologie
meiner Meinung nach vertretbar) die Atomkraft.
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