21.01.2011, 16:11 Uhr | bv
Gasfeld vor Haifa im Mittelmeer entdeckt (Karte: stepmap)
Vor der Küste der israelischen Hafenstadt Haifa ist ein großes Erdgas-Vorkommen entdeckt worden. Der Fund wurde in Israel bereits Ende Dezember bekannt gegeben, blieb international in der ruhigen Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr aber praktisch unbeachtet. Das Feld soll ein Volumen von 450 Milliarden Kubikmetern und einen Wert von etwa 100 Milliarden Dollar haben. Der Fund ist für Israel besonders bedeutsam, weil das Land bisher auf Energieimporte angewiesen ist und nun sogar zum Exporteur werden könnte. Aber auch das Nachbarland Libanon hat bereits Ansprüche angemeldet.
Das Erdgasfeld mit dem Namen des mythischen Seeungeheuers Leviathan liegt rund 135 km nordwestlich von Haifa und wurde vom US-Konzern Noble Energy und dem israelischen Unternehmen Delek Drilling entdeckt. Das Vorkommen befindet sich an einer Stelle, an der das Wasser etwa 1,6 Kilometer tief ist. Die Quelle selbst reicht inklusive Wasser bis zu 5,1 Kilometer tief, wie Delek bekanntgab. Das Gasfeld soll sich über eine Fläche von 325 Quadratkilometern erstrecken.
Nicht weit von Leviathan entfernt war bereits 2009 das Erdgasfeld Tamar entdeckt worden. Gas von dort soll ab 2013 den israelischen Markt versorgen, während Leviathan vorerst weiter erkundet wird. Mit einem Beginn der Förderung ist hier nicht vor 2017 zu rechnen.
Der israelische Staat hat den Wert der Vorkommen bereits erkannt und will möglicherweise die Steuern auf die Einnahmen aus Naturvorkommen auf 50 bis 60 Prozent anheben. Einen entsprechenden Vorschlag habe eine Expertenkommission Anfang der Woche gemacht, berichtete die ARD aus Israel. Die Bevölkerung solle an dem plötzlichen Energiereichtum angemessen beteiligt werden, hieß es zur Begründung. Die Unternehmen wollten dagegen für eine Senkung der Steuersätze werben.
Auch im benachbarten Libanon hat der Gasfund Begehrlichkeiten geweckt. Das Land will eigene Erkundungen starten. Israel und der Libanon befinden sich offiziell noch im Kriegszustand. Außerdem sind die Seegrenzen in dem Mittelmeergebiet teilweise strittig.
Streit könnte es auch mit der Türkei geben. Zwar einigte sich Zypern, das nur wenige hundert Kilometer entfernt liegt, mit Israel auf eine Aufteilung der Wirtschaftszonen im Mittelmeer. Doch erhob Ankara hier Einspruch, weil möglicherweise Interessen des türkischen Nord-Zyperns verletzt worden seien.
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Quelle: t-online.de
Libanese schrieb:
am 6. Januar 2011 um 13:59:00
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Gas
Libanon bitte die Welt um Hilfe, ansonsten werden unsere einzigen Reccourcen noch erbeutet. Ich wäre dafür, das wir alle was davon
haben können, aber wenn Israel gleich mit krieg droht, um nichts zu teilen, dann fehlen mir die Worte.
Leute wacht auf!
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Jusuf schrieb:
am 6. Januar 2011 um 13:49:49
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@calvino
Na so ist das aber nicht. Würden die Israelis endlich mal aufhören auf fremden Gebiet Häuser zu Bauen, würde es sicherlich
schneller zu Frieden kommen. Selbst der beste Freund Israels die Amis sind gegen den Häuserbau. Aber das "arme verfolgte" Israel macht was es will. Was Israel da macht ist überhaupt nicht in Ordnung!
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gast2 schrieb:
am 6. Januar 2011 um 13:35:55
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calvino
Mir kommen gleich die Tränen! Die armen Israelis laufen mit Knüppeln durch die Wüste und müssen sich gegen die bösen Ureinwohner
dieses Landstriches verteidigen bloß weil sie ein paar Häuser bauen wollen auf fremden Staatsgebiet.
Und jetzt dürfen Sie nichtmal das, geografisch auf libanesischen Gebiet liegende Erdgas fördern!
Schlimm diese Moslems! Satire Ende
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