
29.12.2010, 12:21 Uhr | Financial Times Deutschland
Eike Batista hat eine deutsche Mutter: Dank ihrer Disziplin ist er heute der reichste Brasilianer (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Eike Batista heißt der reichste Mann Brasiliens. Er will mit Investitionen an der Copacabana bei Olympia und Fußball-WM Kasse machen. Sein Etat: 20 Milliarden Dollar. Er war schon Rennbootfahrer, führte jahrelang eine skandalträchtige Ehe mit einer Sambatänzerin. Dort, wo bei anderen Menschen die Essecke im Wohnzimmer steht, hat Eike Batista einen Mercedes-Benz SLR platziert. Der silberne Supersportwagen steht als Symbol für das auf 27 Milliarden Dollar geschätzte Vermögen des Selfmade-Unternehmers. Nun hat Brasiliens reichster Mann eine neue Vision: Der 53-Jährige will seine Heimatstadt Rio de Janeiro in alte Schönheit umwandeln.
Dafür will der Unternehmer bis 2013 rund 20 Milliarden Dollar in die Hand nehmen, wie ein Sprecher am Montag auf Anfrage der "Financial Times Deutschland" bestätigte. "Wenn wir in zehn oder 15 Jahren nach Rio schauen, wird es unglaublich sein", schwärmt Batista. Der Milliardensegen hat seinen Grund: Die Stadt wird künftig im internationalen Fokus stehen. 2014 findet hier die nächste Fußball-WM statt. Batista war zudem einer der Hauptfinanziers der Bewerbungskampagne Rios für die Olympischen Spiele 2016. Jetzt gehört er zu den Finanziers des Olympischen Komitees.
Zu seinen Projekten gehört der Bau einer ultramodernen Hafencity mit Sportmöglichkeiten, Shoppingmalls und Restaurants. Zudem will Batista das in die Jahre gekommene Luxushotel Glória Palace umbauen. Auch in die Sicherheit steckt er Geld: In den Aufbau der neu geschaffenen Bürger-Polizeieinheiten UPP, die in den befriedeten Favelas die Bewohner schützen sollen, will Batista investieren. "Ich habe im Leben gelernt, dass, etwas zu geben, mich zufriedener macht, als etwas zu bekommen."
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Die größten Geldgeschäfte wickelt Batista über seine Holding EBX ab. Sie kümmert sich sonst um die Förderung gigantischer Erdölvorkommen, die vor der Küste von Rio de Janeiro in 5000 Metern Tiefe lagern. Batista war - wie so oft - seinen Konkurrenten einen Schritt voraus, als er vor drei Jahren Konzessionen für 22 Erdölfelder ersteigerte. 2008 ging er mit seinem Öl-Konzern OGX an die Börse. Die Aktie schoss in die Höhe. Und das, obwohl bis heute nicht klar ist, wann das Erdöl sprudelt.
Die Disziplin, die den Erfolg brachte, habe er von seiner deutschen Mutter gelernt, sagt Batista. Er verbrachte seine Jugend in Düsseldorf, Brüssel und Genf, in Aachen studierte er drei Jahre Ingenieurwissenschaften. Seine besten Geschäfte machte Batista mit Rohstoffen. Als einer der Ersten erkannte er das Potenzial von Eisenerz. Das Händchen für Minengeschäfte hat er von seinem Vater, einst Bergbauminister und Chef von Brasiliens größten Bergbaukonzern Vale. Aber nicht alles, was Batista anfasst, wird zu Gold. In der Finanzkrise verlor er 12 Milliarden Dollar.
Sein erstes Unternehmen gründete er in den 80er Jahren im Amazonas. Damals wurde dort noch per Hand nach Gold geschürft. Batista kaufte Goldgräbern die Lizenzen ab. Dann zerlegte er Bagger in Einzelteile und ließ sie in den Amazonas transportieren. Die Goldquelle sprudelte. Längst hat Brasiliens Elite aufgehört, über den extravaganten Emporkömmling mit dem Hang zur Selbstdarstellung zu lächeln.
"Drei Viertel derjenigen, die heute die reichsten Menschen Brasiliens sind, zählten vor 25 Jahren noch nicht dazu", sagt Batista. Er hat ein Ziel: Mit all seinen neuen Projekten will er den Mexikaner Carlos Slim überholen und vom Thron der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt stoßen. Derzeit steht er noch auf Platz 8.
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Quelle: Financial Times Deutschland
Sternenzivilisation schrieb:
am 2. Januar 2011 um 21:43:02
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Wie sonst ?
Meine ehrliche Handwerksarbeit hat zur Folge, das ich ständig 3 Monate meinem Lohn nachlaufen muss, während andere mit Sch...,
Ausbeutung und Kriminalität nur so schaufeln. Habt ihr alle mal richtig den Beitrag gelesen? Neee! Er will noch reicher werden und den jetzt reichsten vom Tron stürzen!
Es ist höchste Zeit für einen großen Asteroideneinschlag.
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lingus schrieb:
am 29. Dezember 2010 um 11:33:27
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rio
hoffentlich hält er sein versprechen. rio ist für mich heute schon die schönste stadt der welt. der ausblick von der jesus-statue
über die stadt. wahnsinn! mein brasilianischer freund versucht schon zusagen für wm- karten zu bekommen. in brasilien scheint alles möglich zu sein, dagegen ist die usa langweilig!
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Gerd schrieb:
am 29. Dezember 2010 um 10:53:19
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Olympia
Wann hört dieser Scheiß endlich auf.Volksverdummung und reine Geldmacherei wie der Profi-Sport allgemein.
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