08.04.2011, 17:50 Uhr | dpa, AFP
Nach der spektakulären Wende in der Atompolitik will die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien forcieren und mehr Energie sparen. Dabei setzt die Politik ihre Hoffnungen vor allem auch auf die Hauseigentümer. Bundesumweltminister Norbert Röttgen will laut einem Interview mit der "Rheinischen Post" die staatliche Förderung ausweiten. Überdies sollen die Kosten für die Gebäudesanierung künftig steuerlich absetzbar sein.
"Ein Steuernachlass ist die beste Motivationskraft für Hauseigentümer", sagte Röttgen der Zeitung. Nach den bisher vorliegenden Erfahrungen wirke sich die steuerliche Absetzbarkeit von ökologischen Sanierungsmaßnahmen positiv auf den ökologischen Umbau der Häuser aus.
Röttgen bezeichnete die Gebäudesanierung im Interview mit der Zeitung als "entscheidenden Schlüssel", mit dem man bereits kurzfristig erhebliche Steigerungen bei der Energieeffizienz erreichen könne. Allein auf Gebäude entfallen hierzulande rund 40 Prozent des Energieverbrauchs. Der Bundesumweltminister sieht entsprechend riesige Potenziale für die Energiewende, da die meisten Gebäude in Deutschland gebaut worden seien, als es noch keine Energieeinsparverordnung gab.
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Allerdings kostet die Sanierung Milliarden, die üblicherweise vor allem die Mieter bezahlen müssten, da die Vermieter die Kosten für die Sanierung auf die Mieter umlegen können. Die jüngsten Pläne von Röttgen zur steuerlichen Absetzbarkeit der Sanierungskosten dürften aber so manchen Hausbesitzer und Mieter beruhigen. Noch ist aber völlig unklar, wie die Regierung die steuerliche Förderung der Sanierung gestalten will.
Alle Maßnahmen der Regierung sollten laut Röttgen Bestandteil des überarbeiteten Energiekonzepts der Regierung sein, das im Juni beschlossen werde. Der Minister plant auch die Fördermittel für zinsgünstige Sanierungskredite der staatlichen Förderbank KfW erheblich ausbauen. "Wir sollten die Förderung deutlich aufstocken", sagte er der Zeitung. In diesem Jahr stehen rund 460 Millionen Euro dafür zur Verfügung.
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Dabei hatte die Regierung die Mittel für die Förderung in diesem Jahr noch gekürzt. Die Atomkatastrophe in Japan und die anschließende Stilllegung von alten Atomkraftwerken hat jedoch in der schwarz-gelben Koalition zu einer Neubewertung in der Energiepolitik geführt. So sprach sich erst vor kurzem Unions-Fraktionschef Volker Kauder für einen Ausbau der Förderung aus: "Ich glaube es wäre besser, wenn wir mehr Geld in die energetische Gebäudesanierung geben, statt noch mehr Geld für Photovoltaik auszugeben", sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa.
Quelle: AFP , dpa , t-online.de
Obsidian schrieb:
am 7. April 2011 um 19:41:04
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Gebäudesanierung
Was soll ich da denn später absetzen? Als Privater nur die Lohnkosten wie bisher oder was?
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Fred schrieb:
am 7. April 2011 um 19:40:19
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Geb.sanierung
Endlich mal ein konstruktiver vernünftiger Vorschlag!
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Ossi schrieb:
am 7. April 2011 um 19:28:16
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Sanierung
@cowboy Prima Vorschlag mit dem Zwang. Hätte schon lange Solar auf dem Dach. Aber der Wald nebenan wirft nur Schatten. Der Staat
räumt seine Bäume nicht weg. Was jetzt?
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