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Rohöl: Iranischer Präsident hält Ölpreis für zu niedrig

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Iranischer Präsident hält Ölpreis für zu niedrig

21.04.2008, 10:10 Uhr | dpa / AFP / T-Online

Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad (Foto: dpa) Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad (Foto: dpa) Der Ölpreis steigt und steigt. Am Freitag erreichte er mit gut 116 US-Dollar pro Barrel der maßgeblichen Sorte West Texas Intermediate (WTI) einen neuen Rekordstand. Die Folgen der explodieren Ölpreise spüren Deutschlands Autofahrer jeden Tag an der Zapfsäule. Geht es nach Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad, müssen die Preise für Benzin und Diesel noch weiter anziehen. Er hält den derzeitigen Ölpreis für zu niedrig.

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Ölpreis muss "tatsächlichen Wert" noch finden
Der Rohstoff müsse seinen "tatsächlichen Wert" noch finden, zitierte die Internetseite des staatlichen Rundfunks am Samstag Ahmadinedschad. Bereits vor mehreren Monaten hatte sich der iranische Präsident ähnlich geäußert. Überdies bezeichnete er Öl als strategische Ware. Das nährt Befürchtungen, die Islamische Republik wolle im Atomstreit mit dem Westen den Ölhahn zudrehen.

Iran ist viertgrößter Ölproduzent der Welt
Mit den jüngsten Aussagen könnte der iranische Staatschef die Preisspirale bei Öl und Kraftstoffen weiter antreiben, denn der Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Gegenwärtig belegt der Staat am Persischen Golf in der Rangliste der größten Ölförderer hinter Saudi-Arabien, Russland und den USA mit knapp 200 Millionen Tonnen im Jahr 2006 den vierten Platz.

Nervöse Ölmärkte
Wie nervös die Ölmärkte auf derartige Negativschlagzeilen reagieren zeigen die jüngsten Preissteigerungen. Der Anstieg des Ölpreis auf 116 US-Dollar pro Barrel hat nach Ansicht von Händlern vor allem mit Produktionsausfällen in Nigeria zu tun. In den letzten Wochen hatte Meldungen über sinkende Ölreserven und der teure US-Dollar (vgl. EUR/USD-Chart) den Preis auf neue Rekordhöhen katapultiert.

Iran will seine Fördermengen nicht ausweiten
Dass der Iran wenig auf die Sorgen der ölimportierenden Ländern gibt, belegen auch Aussagen des iranischen Erdölministers vom letzten Mittwoch: Minister Gholam Hossein Nosari hatte Forderungen von Ölimporteuren nach einer Steigerung der Fördermenge der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) zurückgewiesen.

Übrigens! Wenn Sie mehr über den Aufbau und die Geschichte der OPEC erfahren möchten, dann klicken Sie einfach doppelt auf OPEC und dann auf Wikipedia. Probieren Sie es aus.

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Quelle: t-online.de

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