30.01.2012, 15:53 Uhr
Während die Deutsche Börse bei der Abwicklung der Transaktionen am Aktienmarkt eine weltweit durchaus bedeutende Rolle einnimmt, dominieren bei Rohstoffen die Märkte in den USA und Großbritannien. Das ist allein schon historisch begründet. Denn die modernen Rohstoffmärkte entwickelten sich vor allem in den USA, wo der Handel mit landwirtschaftlichen Produkten im 19. Jahrhundert standardisiert wurde. Der erste Future-Kontrakt über 3000 Scheffel Mais wurde bereits 1851 in Chicago abgeschlossen.
Warenterminbörsen als Umschlagplatz für Rohstoffe erfüllen vor allem den Zweck, dass Produzenten die Möglichkeit haben, sich gegen zukünftige, nicht kalkulierbare Preisschwankungen abzusichern. Durch den Future-Handel, der den Abschluss von festen, standardisierten Verträgen zwischen Produzenten und Abnehmern ermöglicht, wird eine sichere Kalkulationsgrundlage geschaffen. In den notierten Kontrakt-Preisen kommt die Einschätzung der gegenwärtigen und der erwarteten Marktsituation zum Ausdruck. Die vielfach ausgedehnten Preisentwicklungen rufen natürlich auch immer mehr Spekulanten auf den Plan, so dass in den gängigen Kontrakten ein tendenziell recht hohes Volumen gehandelt wird.
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