
17.01.2012, 12:19 Uhr | Financial Times Deutschland
Die Preise für Rohstoffe sind in der letzten Woche stark gestiegen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Investoren witterten das große Geschäft. Doch wegen einer optimistischen Ernteprognose der USA fallen Getreide- und Sojapreise - entgegen der Wetten vieler Anleger. Die brauchen nun einen langen Atem.
Die heftigen Preisschwankungen bei Agarrohstoffen machen selbst Profi-Investoren zu schaffen: Ein Einbruch der Getreide- und Sojapreise hat in der vergangenen Woche zahlreiche Spekulanten auf dem falschen Fuß erwischt. Das geht aus der wöchentlichen Statistik der Terminbörsenaufsicht CFTC hervor.
Demnach überstieg in der Woche zum zehnten Januar die Zahl der Terminkontrakte und Optionen, mit denen Finanzinvestoren auf steigende Rohstoffpreise setzen, die Wetten auf sinkende Kurse um 720.000. Das war der höchste Wert seit November. Doch seit dem zehnten Januar geht es an den Rohstoffmärkten bergab. Neben dem Rohölpreis, der nach einer Rally zu Jahresbeginn wieder leicht zurückging, gaben vor allem Terminkontrakte auf Soja, Weizen und Mais kräftig nach. Soja und Weizen verbilligten sich seit Dienstag um rund fünf Prozent, der Maispreis fiel sogar um mehr als acht Prozent.
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Hintergrund ist ein Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach wurde im Herbst deutlich mehr Winterweizen ausgesät als erwartet - die Anbaufläche wuchs gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent. Weltweit erwarten die US-Experten im Anbaujahr 2011/12 sogar eine Rekordernte von 691,5 Millionen Tonnen Weizen. Zudem fielen die verbleibenden Soja- und Maisvorräte in den USA deutlich höher aus, als Analysten erwartet hatten.
Finanzinvestoren mit langem Atem könnten mit ihren Wetten aber noch Profit machen: Experten wie der Hedge-Fonds-Manager Dennis Gartman rechnen mit einer raschen Erholung der Getreidepreise. In Schwellenländern wie Indien und China steige der Fleischkonsum und damit die Nachfrage nach Futtermitteln, sagte Gartman vergangene Woche auf einer Konferenz.
Analysten von Barclays Capital weisen zudem darauf hin, dass die Maisernte in Südamerika wegen extremer Trockenheit in Argentinien und Brasilien deutlich geringer ausfallen könnte als vom US-Landwirtschaftsministerium geschätzt. Washington hatte seine Ernteprognose für Argentinien um zehn Prozent gekürzt, rechnet in Brasilien aber unverändert mit einer Jahresproduktion von 61 Millionen Tonnen. "Wir gehen angesichts der Trockenheit davon aus, dass beide Schätzungen in den kommenden Monaten gesenkt werden müssen", schreiben die Barclays-Analysten.
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Quelle: Financial Times Deutschland
susi schrieb:
am 16. Januar 2012 um 20:11:11
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Spekulanten
Das ist die beste Nachricht, die ich seit langem gelesen habe! Diese Zocker sollten ihr letztes Hemd verlieren!!! Und denen, die
diese Zockerei mit Lebensmitteln zulassen, sollte es nicht besser gehen!!! Verdammte geldgeile Säcke!!!
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N. ter Beil schrieb:
am 16. Januar 2012 um 20:04:51
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Diese Brut ist widerlich
Das gönne ich dierser Brut.
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Besi schrieb:
am 16. Januar 2012 um 20:03:39
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Endlich Schluss
Wann wird es endlich verboten auf Lebensmittel zu spekulieren, das ist eine Spekulation mit dem Leid anderer Menschen, oder
gar mit deren TOD! Je weniger Nahrung, desto mehr Menschen müssen hungern, schon mal überlegt IHR SCHLAUEN POLITIKER? Genauso die Leerverkäufe an den Börsen, wie kann man etwas verkaufen, was man nie besessen hat? Aber unsere POLITIKER sind auch nicht besser, denn die handeln ja nur mit HEISSER LUFT!
Macht Schluss mit dem Wahnsinn, wo sind da die Kirchen?? BROT FÜR DIE WELT
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