Eingang von Rosneft (Foto: dpa)Russlands Regierungschef Wladimir Putin hat Wort gehalten: Er hat einen Spion an hoher Stelle beim Staatskonzern Rosneft platziert. Rund sechs Monate nach der Enttarnung eines russischen Spionagerings in den USA wird einer der zehn Agenten einem Zeitungsbericht zufolge Berater beim Ölmulti.
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Spion wird Berater von Rosneft
Andrej Besrukow, der unter dem Namen Donald Howard Heathfield für Russland in den USA spioniert haben soll, wird Berater des Vorstandvorsitzenden des russischen Ölkonzerns werden, wie die gewöhnlich gut unterrichtete russische Zeitung "Kommersant" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete. Zu einem späteren Zeitpunkt könne er zudem Vize-Präsident des Unternehmens werden und mit internationalen Projekten betraut werden.
Agentenring in den USA aufgeflogen
Im größten bekanntgewordenen Spionagekrimi seit dem Kalten Krieg waren im Juli in den USA zehn russische Agenten enttarnt worden. Sie wurden in einer spektakulären Aktion am Wiener Flughafen gegen vier in Russland tätige US-Spione ausgetauscht. Russlands Regierungschef Wladimir Putin hatte den enttarnten russischen Spionen im Juli eine "strahlende" Zukunft vorausgesagt. Er sei sich sicher, dass sie "würdevolle Posten bekleiden werden". Russland Präsident Dmitri Medwedew ehrte die Ausgewiesenen im Oktober mit hohen staatlichen Auszeichnungen.