
17.05.2011, 14:20 Uhr | Spiegel Online
Unbeirrt hält RWE an der Atomkraft fest. Nach "Spiegel Online"-Informationen plant das Unternehmen den Bau eines neuen AKW in den Niederlanden - knapp 200 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Der Meiler könnte Strom in die Bundesrepublik exportieren. Baukosten: rund fünf Milliarden Euro.
Während die Bundesregierung noch am Masterplan für einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Atomenergie feilt, setzt RWE-Chef Jürgen Großmann den nuklearen Expansionskurs seines Konzerns unbeeindruckt fort. RWE hat sich mit dem niederländischen Energieversorger Delta über einen Einstieg beim Kernkraftwerk Borssele in der Provinz Seeland geeinigt.
RWE soll 30 Prozent an dem Kernkraftwerk erhalten. Kostenpunkt: rund 600 Millionen Euro. Den an Borssele beteiligten niederländischen Versorger Essent hatte RWE bereits vor zwei Jahren zu 100 Prozent übernommen. Ursprünglich hatte Großmann sogar einen 50-prozentigen Anteil an dem Atomkraftwerk angestrebt. Dies war allerdings auf erbitterten Widerstand in den Niederlanden gestoßen.
Die Minderheitsbeteiligung hat für Großmanns Zukunftspläne dennoch hohen Wert. Denn trotz des Reaktorunglücks in Fukushima will die niederländische Regierung an den beschlossenen Ausbauplänen in der Atomenergie festhalten. Dazu gehört nicht nur die Verlängerung der Laufzeit des Altmeilers Borssele bis zum Jahr 2034.
Nach derzeitiger Überlegung soll an dem Standort schon im kommenden Jahr mit dem Bau eines weiteren Atomkraftwerkes begonnen werden, an dem sich RWE dann ebenfalls beteiligen wird. Angedacht ist ein Meiler in einer Größenordnung von 1000 bis 1600 Megawatt. Baukosten: bis zu fünf Milliarden Euro. Zum Vergleich: Das größte deutsche Atomkraftwerk, Isar 2, hat eine Bruttoleistung von 1485 Megawatt.
Das Kraftwerk Borssele steht 180 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. An dem Standort soll auch der geplante neue Meiler entstehen. Laut Planung könnte der Meiler Strom nach Deutschland liefern. Erst am Montag hatte Großmann bei einer öffentlichen Veranstaltung in Düsseldorf betont, dass sein Konzern an der Atomkraft festhalten wolle - und dass er die Ausstiegspläne der Bundesregierung für falsch halte.
Neben den Niederlanden planen auch andere europäische Länder neue Kernkraftwerke. Konkret gebaut werden derzeit Meiler in Finnland, Frankreich, Bulgarien, der Slowakei und der Ukraine (siehe Karte links). Auch Großbritannien hat einen Ausbau der Kernkraft angekündigt.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es, das geplante Atomkraftwerk in den Niederlanden werde in der Nähe der deutschen Grenze gebaut. Das ist nicht richtig. Der Standort Borssele befindet sich an der Nordsee, knapp 200 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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Quelle: Spiegel Online
Andy schrieb:
am 18. Mai 2011 um 09:29:57
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(0)
RWE
RENE hat Recht,weiter so.Der gefühlsdusselige deutsche Michel
lässt sich von diesen Verbrechern mit Unterstützung durch die
Medien,
die fast alle linksorientiert sind derart manipulieren,ohne es zu merken,
daß die BRD bald ein Naturschutzgebiet mit grüner Kanzlerin ist.
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eberhard schrieb:
am 18. Mai 2011 um 08:28:42
(2)
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@konstruktv- oberlehrerhaft
Sie selbst sind oberlehrerhaft und verweigern sich allen Argumenten gegen die Kernkraft. Sie bringen stets die
gleichen ausgekauten Behauptungen, die auch durch stetige Wiederholung nicht wahr werden. Vor allem die Behauptung Atomenergie führe zu günstigen Energiepreisen ist längst widerlegt. Tatsächlich ist Atomenergie die teuerste Energieform überhaupt, wenn man die Folgekosten einrechnet. Vermutlich stehen sie in irgendeiner Abhängigkeit zur Atomenergie.
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Ludwig schrieb:
am 17. Mai 2011 um 23:54:39
(1)
(0)
Ausstieg
In Deutschland werden vermutl. 8 Kernkraftwerke abgeschaltet. Wo kommt der fehlende Strom her? Fehlende Strommengen werden über
die Strombörse vom jeweils billigsten Anbieter gekauft.Unter anderem beziehen wir Atomstrom aus Frankreich und Tschechien. In den meisten Nachbarländern werden AKWs gebaut um Deutschland m. Atomstrom zu versorgen. Die Tschechen geben offen zu, dass sie die zwei neuen Blöcke in Temelin nur bauen, um Deutschland nach einem Ausstieg mit Atomstrom zu versorgen.
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