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Ryanair verspricht Sonderdividende
01.06.2010, 11:29 Uhr | dpa-AFX
Ryanair fliegt in die Gewinnzone zurück (Foto: ddp)Der irische Billigflieger Ryanair ist trotz der Wirtschaftskrise in die schwarzen Zahlen zurückgeflogen. Erstmals seit der Börsennotierung sollen die Aktionäre nun eine Dividende erhalten. Insgesamt will das Management im Oktober eine halbe Milliarde Euro an die Anteilseigner ausschütten, wie Ryanair bei der Vorlage der Jahresbilanz 2009/2010 mitteilte. Eine weitere halbe Milliarde soll möglicherweise später folgen. Die Ryanair-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten. Das Papier legte zwischenzeitig um über vier Prozent zu.
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Gescheitertes Geschäft mit Boeing
Mit der Sonderdividende reagiert die Ryanair-Führung auf ein gescheitertes Milliardengeschäft mit dem Flugzeugbauer Boeing. Eigentlich wollte die Fluggesellschaft im vergangenen Jahr bei dem US-Unternehmen 200 Flugzeuge bestellen, doch bei den Vertragsbedingungen wurden sich beide Seiten nicht einig. Ende 2009 blies Ryanair das Geschäft ab. Das Geld, das die Gesellschaft eigentlich in neue Flieger stecken wollte, soll nun den Aktionären zugute kommen.
Rückkehr in die Gewinnzone
Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März gelang der Fluglinie trotz der Wirtschaftskrise die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Während der Umsatz um zwei Prozent auf knapp drei Milliarden Euro zulegte, verdiente das Unternehmen unter dem Strich 305 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Verlust von 169 Millionen Euro gestanden. Die Zahl der Fluggäste wuchs nun um 14 Prozent auf 66,5 Millionen.
Gewinnsteigerungen für 2010/11 - trotz Aschewolke
Im laufenden Geschäftsjahr 2010/2011 dürften die Flugverbote nach dem Vulkanausbruch in Island auf den Gewinn der Gesellschaft drücken. Auf 50 Millionen Euro schätzt die Ryanair-Führung die Belastung aus der Luftraumsperrung, die den Flugverkehr über Europa und besonders über Großbritannien und Irland im April und Mai tagelang lahmgelegt hatte. Rechnet man diesen Effekt heraus, soll der Ryanair-Gewinn im Gesamtjahr um zehn bis 15 Prozent auf dann 350 bis 375 Millionen Euro steigen. Die Zahl der Passagiere soll in diesem Jahr um elf Prozent auf 73,5 Millionen wachsen.
Quelle: dpa-AFX