29.12.2011, 16:26 Uhr | dpa, t-online.de - mmr
Zunächst war Saab eine schwedische Firma, dann amerikanisch, später niederländisch, nun chinesisch. Der Autohersteller Saab kann die unmittelbar bevorstehende Pleite doch noch abwenden. Der chinesische Autohersteller Youngman und das Großhandelsunternehmen Panga Da haben sich in der Nacht mit dem bisherigen Eigner auf die komplette Übernahme geeinigt. Der für Saab zuständige Zwangsverwalter bestätigte die Übernahme am Freitag in einem Schreiben an das zuständige Gericht im schwedischen Vänersborg. Er zog seinen Antrag auf Abbruch des Sanierungsverfahrens zurück. Die niederländische Gesellschaft Swan (Swedish Automobile N.L.) bekommt für alle Saab-Aktien 100 Millionen Euro.
Am Vortag hatte sich die Lage beim akut von der Pleite bedrohten Autohersteller dramatisch zugespitzt. Wie Unternehmenssprecherin Gunilla Gustavs bestätigte, konnte das Traditions-Unternehmen in Trollhättan bei Göteborg die Frist für einen Einspruch vor Gericht gegen den vom Zwangsverwalter beantragten Abbruch der Sanierung unter Gläubigerschutz nicht einhalten.
Das zuständige Gericht im westschwedischen Vänersborg wollte heute über den Antrag entscheiden. Zwangsverwalter Guy Lofalk hatte ihn gegen den Willen von Konzernchef Victor Muller gestellt und damit begründet, dass kein Geld zur Begleichung von Schulden in der Kasse sei. Die versprochene Hilfe durch chinesische Unternehmen war zunächst ausgeblieben. Die Produktion im Stammwerk Trollhättan steht seit April wegen Geldmangels und hoher Schulden still. Saab hatte auch keine Mittel, um die fälligen Restlöhne und -gehälter für Oktober zu überweisen.
Unternehmenssprecherin Gustavs sagte am Donnerstag, dass Saab-Vertreter in "abschließenden Verhandlungen" mit dem chinesischen Autohersteller Youngman und dem Autogroßhändler Pang Da seien. "Da kann jederzeit eine Entscheidung kommen", meinte sie weiter. Beide Unternehmen haben 200 Millionen Kronen (22 Mio. Euro) für die komplette Übernahme des Unternehmens mit 3500 Beschäftigten geboten. Muller als Vertreter des derzeitigen Eigners Swedish Automobile lehnte das Angebot bis zuletzt ab.
Damit sind nun zwei schwedische Autohersteller in chinesischem Besitz. Volvo ist bereits früher in die Hände des chinesischen Autobauers Geely übergegangen. Bis der Deal aber über die Bühne ist, dürfte noch einige Zeit vergehen. Vorher müssen erst die Europäische Investitionsbank (EIB), die Behörden in China und Schweden sowie der frühere Saab-Eigner GM ihr OK geben. Damit geht ein ereignisreiches Jahr für Saab zu Ende, denn GM hat aufgrund von 20 verlustreichen Jahren Saab erst an den Sportwagenhersteller Spyker verkauft, mit dem einstigen Saab-Chef Victor Muller an der Spitze.
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Quelle: dpa , t-online.de
Howy Eddie schrieb:
am 29. Oktober 2011 um 20:07:41
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SAAB
Schade. Nach Volvo kommt jetzt auch SAAB für mich nicht mehr in Frage.
Die chinesiche Hydra muss gestoppt werden, wo immer es geht.
Europa stirbt ncht, wie hier u.a. behauptet wird, ES SEI DENN es gibt sich auf. Sind wir so dumm oder so faul ?
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Sabiene schrieb:
am 28. Oktober 2011 um 22:47:49
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Die Chinesen machen uns auch
bald platt.Die Deutschen machen noch Werbung für die Autos aus Asien.Wie gut die sind...wie billig...wie
zuverlässig...nur Hartz4 bezahlen die Asiaten den Europäern bzw.Deutschen noch nicht.
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heinz schrieb:
am 28. Oktober 2011 um 17:47:59
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Gelbe Gefahr
Tja, die Asiaten haben es kapiert. Statt für Nichtarbeit, Hängemattenmentalität und aufgeblähten Beamtenapparat Geld
herauszuwerfen, zahlen die Chinesen für Leistung und Zukunftstechnologieen. Wir werden uns noch umschauen, wenn unsere Rundumversorgung zur Europischen Insolvenz geführt hat!
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