SAP meldet gemischte Zahlen (Foto: ddp) Europas größter Softwarehersteller SAP hat im ersten Quartal von wieder erwachender IT-Nachfrage profitiert. Das Unternehmen verbuchte einen Umsatz- und Gewinnanstieg. Der Konzern übertraf die Erwartungen des Marktes. Broker verwiesen aber darauf, dass die Margen des Softwarekonzerns trotz guter Umsatzzahlen etwas enttäuschend ausgefallen seien. Daher gehörte die SAP-Aktie am Mittwoch in einem schwachen Gesamtmarkt zu den größeren Verlierern im DAX.
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SAP steigert Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz erhöhte sich um fünf Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, wie das im DAX notierte Unternehmen in Walldorf mitteilte. Das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (SSRS) legte um zwölf Prozent auf 1,95 Milliarden Euro zu. Die Prognose hatte bei 1,85 Milliarden Euro gelegen. Der operative Gewinn stieg von 307 auf 557 Millionen Euro (Prognose: 550 Millionen Euro. Unterm Strich blieb nach 196 Millionen Euro vor einem Jahr 387 Millionen Euro übrig (Prognose: 390 Millionen Euro). SAP bekräftigte sein Ziel, 2010 den SSRS-Umsatz um vier bis acht Prozent zu steigern und eine operative Marge zwischen 30 und 31 Prozent zu erreichen.
Die Börse begutachtet die Marge
Laut Commerzbank-Analyst Thomas Becker schaffte der Softwarekonzern einen "soliden Start" ins laufende Geschäftsjahr. Dazu trugen das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (SSRS) sowie der US-Markt bei. Tendenziell eher enttäuschend nannte Becker die EBIT-Marge. Becker bewertet die Papiere mit "Add" und einem Kursziel von 41,00 Euro.
SAP wächst um jeden Preis
Ein anderer Börsianer kommentierte, dass die Marge durch die Strategie der Preisnachlässe beeinflusst worden seien. Es sei angemessen, dass SAP damit versuche, Marktanteile zu gewinnen. Ein weiterer Marktteilnehmer hob zudem das deutlich verbesserte Wirtschaftsklima in Asien und Amerika hervor. "SAP ist zurück auf dem Wachstumspfad", lautete sein Credo.
Ergebnis über Erwartung
Analyst Knut Woller von der Unicredit blieb nach den Zahlen ebenfalls bei seiner Kaufempfehlung und einem Kursziel von 41,00 Euro. Die Ergebnisse im ersten Quartal hätten über den durchschnittlichen Analystenerwartungen gelegen, schrieb er. Besonders das wieder prozentual zweistellige Wachstum bei den Lizenzverkäufen lasse hoffen, dass der Softwarehersteller auf Jahressicht das obere Ende seiner Wachstumsziele erreichen werde.