26.10.2011, 09:50 Uhr | AFP
Verbraucher bekommen ab dem 1. November bei Streitigkeiten mit ihrem Energieversorger außergerichtlich Hilfe. Die Schlichtungsstelle Energie, für die die Bundesregierung am Dienstag den Startschuss gab, soll langwierige und teure Gerichtsverfahren möglichst überflüssig machen.
Getragen wird die Schlichtungsstelle von Verbänden der Energiewirtschaft und Verbraucherschützern, die gleichberechtigt in dem Gremium vertreten sind. Die Neutralität der Einrichtung soll durch einen unabhängigen Ombudsmann an ihrer Spitze garantiert werden. Den Posten übernimmt der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof (BGH), Dieter Wolst.
Bislang konnten sich Kunden nur an Gerichte oder die Bundesnetzagentur wenden, wenn sie sich bei einem Problem nicht mit ihrem Energieversorger einigen konnten. Das konnte etwa bei Rechnungsfragen, bei einem Anbieterwechsel oder bei einem Streit über Bonuszahlungen der Fall sein.
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Diese Verfahren waren allerdings oft mit hohen Kosten verbunden und konnten Jahre dauern. Die Schlichtungsstelle soll nun auch eine außergerichtliche Einigung ermöglichen, in der Regel soll das für den Verbraucher kostenlose Verfahren nicht länger als drei Monate dauern.
Der Bund der Energieverbraucher (BdE), der zu den Trägern der Schlichtungsstelle gehört, erklärte, oft stünden Verbraucher bei Problemen mit dem Energieversorger "hilflos" da, "denn sie können ihre Rechte vor Gericht nicht durchsetzen, weil ihnen das Geld und die Geduld dafür fehlen". Nach Ansicht des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) dürfte sich auf mittlere Sicht auch der Umgang mit Beschwerden in den Unternehmen verbessern.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft bezeichnete die Schlichtungsstelle als "modernes Instrument, das die Kundenzufriedenheit stärken und die Gerichte entlasten kann". Die Erfahrungen in anderen Branchen zeigten, dass solche Einrichtungen "zu einem fairen Dialog" beitragen könnten.
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) erklärte, die Einrichtung sei eine "wichtige Errungenschaft für Verbraucher und Energiewirtschaft". Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bezeichnete die außergerichtliche Schlichtung als "ein wichtiges Instrument unserer Verbraucherpolitik", das sich bereits in anderen Bereichen bewährt habe.
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Quelle: AFP
benniy schrieb:
am 29. Oktober 2011 um 21:00:14
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energieschlichtung
wie für dumm will man uns dennoch verkaufen.
wenn die lobby daran beteiligt ist,weiß man doch schon im vorfeld
wie alles
ausgeht.
Nur weiter so, es kommt der tag dann werdet ihr noch heulen und
zähneknirschen..hoffentlich bald
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Chris schrieb:
am 25. Oktober 2011 um 19:10:46
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Schlichtungsstelle
Und wieder wird an Symptomen herumlaboriert, anstatt gegen Ursachen vorzugehen. Will man Frau Aigner glauben, steht die
Errungenschaft für die Energiewirtschaft schon fest, bei den Verbrauchern darf man zweifeln. Wenn die Energiewirtschaft mit in diesem Boot sitzt ist das für mich das Gleiche, als würde mir ein Hai zu einem Tauchgang vor der australischen Küste raten. Soetwas kann nur Advokatenhirnen entspringen.
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Oma schrieb:
am 25. Oktober 2011 um 17:18:56
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Energieschlichtung
Diese Stelle könnt ihr eich sparen, die Versorger holen sich ihr Geld so und so.
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