10.05.2010, 10:57 Uhr | t-online.de/business
Im Bewerbungsgespräch an die Decke starren? Ein Tabu! (Foto: Imago)
Gut gekleidet, ordentlich zurechtgemacht, freundlich und höflich - so sollten Bewerber ins Vorstellungsgespräch gehen. Das sollte man zumindest meinen, doch weit gefehlt! Wir verraten Ihnen, welche schrägen Kandidaten Chefs und Personaler im Vorstellungsgespräch immer wieder erleben und was ihre peinlichsten Patzer waren.
Wer kennt das nicht: die Qual der Wahl vor dem Kleiderschrank. Die dezente Krawatte oder doch lieber die farbenfrohe? Die hohen Schuhe oder vielleicht eher die bequemen Treter? Ein Bewerber hatte sich der Umfrage des Karriereportals careerbuilder.de zufolge entschieden, das Business-Outfit mit Flip Flops zu kombinieren und lag damit komplett daneben. Zumindest ist er damit nicht allein, denn laut den Karriereprofis gehört unangemessene Kleidung mit 57 Prozent zu den häufigsten Fehlern beim Vorstellungsgespräch.
Knigge-Experten raten, bei der Wahl der Kleidung die Branche und die angestrebte Stelle im Blick zu behalten. Besonderen Wert auf ein seriöses Äußeres legen etwa Banken und Versicherungen, in kreativen Berufen darf es ruhig mal etwas legerer sein. Wohlfühlen sollten Sie sich aber auf alle Fälle, ansonsten wirkt sich das negativ auf Ihre Ausstrahlung aus.
Einen schlechten Eindruck beim potenziellen Chef hinterlässt es auch, wenn der Jobkandidat über seinen früheren Arbeitgeber oder über Kollegen lästert. Immerhin 52 Prozent der Personal-Profis bewerten das als negativ. Ebenso ungern gesehen ist arrogantes Benehmen. Für 46 Prozent der Personaler ist Telefonieren oder SMS schreiben während des Gesprächs ein absolutes No-Go.
Ein Personalverantwortlicher bemängelte, dass ein Bewerber während des kompletten Gesprächs einfach nur an die Decke gestarrt hatte. Das passt ins Schema, denn desinteressiertes Auftreten ist nach Ansicht der Experten der zweithäufigste Fehler der Jobkandidaten. Gut vorbereiten und Interesse zeigen, sollte vielmehr die Devise lauten.
"Gehen Sie vorbereitet in ein Vorstellungsgespräch, mit validen Kenntnissen über das Unternehmen, Ihrer zukünftigen Position und dem aktuellen Stand der Branche", raten die Fachleute von carreerbuilder.de. Eine einfache Online-Recherche versorge Jobkandidaten mit den wichtigsten Hintergrundinformationen über ein Unternehmen, um sich aus der Masse der Bewerber abzuheben.
"Wenn Ihnen Fragen gestellt werden, auf die Sie keine Antwort parat haben, vermeiden Sie es zu lügen oder so zu tun als wüssten Sie worum es geht", empfehlen die Experten. Bewerber sollten lieber zugeben, dass sie die Antwort nicht kennen und die Chance nutzen zu zeigen, wie sie anderweitig an eine Lösung kommen könnten.
Zu viel Ehrlichkeit sollte aber dann vielleicht doch nicht sein - oder vorher gut überlegt werden, ob der Job wirklich der richtige ist. So gab eine Bewerberin an: "Ich arbeite nicht gerne mit anderen." Das allein müsste noch nicht einmal ein K.O.-Kriterium sein. Dumm nur, wenn Sie sich mit so einer Aussage ausgerechnet auf eine Stelle in der Kundenbetreuung bewerben. Da lehnen Chefs verständlicherweise dankend ab.
Für die Umfrage wurden nach Angaben von careerbuilder.de im Zeitraum vom 5. bis 23. November 2009 2720 Personalmanager befragt.
t-online.de/business
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