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Schuldenkrise: Bund spart 45 Milliarden Euro Zinsen

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Schuldenkrise: Bund spart 45 Milliarden Euro Zinsen

26.01.2012, 11:49 Uhr | dapd, AFP, bv

Gute Laune wegen niedriger Zinsen: Wandmosaik im Finanzministerium (Quelle: imago)

Gute Laune wegen niedriger Zinsen: Wandmosaik im Finanzministerium (Quelle: imago)

Die Schuldenkrise in Europa hat dem deutschen Staat eine enorme Zinsersparnis beschert. Durch die seit 2008 stark gesunkenen Zinssätze spart sich der Bund über die gesamte Laufzeit der Anleihen Zahlungen von rund 45 Milliarden Euro. Das hat das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln ausgerechnet. Es verglich dazu die durchschnittlichen Zinssätze, die der Bund zwischen 2000 und 2008 bieten musste, mit denen der drei folgenden Jahre. Die Finanzkrise begann Ende 2008.

Deutschland gelte seit Ausbruch der Krise als sicherer Hafen für Anleger, erklärte das IW. Die hohe Nachfrage nach deutschen Staatspapieren habe deren Zinsen immer weiter gedrückt. Dies ging andererseits zulasten der Sparer, die kaum noch Renditen mit risikoarmen Anlagen erwirtschaften können.

Historische niedrige Zinsen für gute Schuldner

Eine Änderung dieser Situation ist derweil nicht in Sicht. Der Bund kann seine Staatsanleihen weiter zu historischen niedrigen Zinsen losschlagen. Am Mittwoch wurden nach Angaben der Finanzagentur des Bundes und der Bundesbank 30-jährige Anleihen im Volumen von knapp 2,5 Milliarden Euro mit einer Durchschnittsrendite von 2,62 Prozent ausgegeben. Das sei das niedrigste jemals erreichte Niveau für diese Anleihen gewesen, sagte ein Sprecher der Finanzagentur.

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Anfang Januar hatte die Finanzagentur sogar Geld zu negativen Zinsen einsammeln können. Dabei handelte es sich allerdings um kurzlaufende Anleihen über sechs Monate. Der Durchschnittszins lag bei minus 0,01 Prozent. Auch Dänemark konnte sozusagen eine Gebühr dafür verlangen, dass die Anleger seine Anleihen kaufen durften.


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Quelle: AFP , dapd , t-online.de

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Kommentare (29)

zum Forum

Thema: "Schuldenkrise: Bund spart 45 Milliarden Euro Zinsen"

Uetliberg schrieb: am 27. Januar 2012 um 13:49:05
(1) (1) Einer gewinnt, einer verleirt
Ist das Solidarität, wenn Deutschland profitiert auf Kosten seiner Partnerländer. Diese Situation macht allen
deutlich, der, der gewinnt, gewinnt auf Kosten der andern. Es gibt keine Win-Win-Situation, wie uns die Politiker-Kaste glauben machen will.
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Rhoenblick schrieb: am 27. Januar 2012 um 13:46:58
(1) (1) Deutschland profitiert
Es ist offensichtlich, inmitten aller Euro-Länder die finanzielle Probleme haben - selbstverschuldet oder durch den
Euro, bzw. durch EU-Subventionen ausgelöst oder zumindest verstärkt - sitzt Deutschland und profitiert. Dies macht obiger Artikel deutlich. Deutschland profitiert aber auch vom niedrigen Euro-Kurs. Es ist völlig in Ordnung, wenn Italien, Spanien, Griechenland, aber auch der IWF von Deutschland einen grösseren finanziellen Einsatz erwarten.
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Der Gutgläubige schrieb: am 26. Januar 2012 um 12:37:11
(27) (4) Zinsersparnins
ist diese Meldung die Ruhe vor dem Sturm? Abwarten, bis die alternativlosen Zugeständnisse der Regierung (Rettungsdschrime
dto, dto usw) die Rechnung aufmachen. So viel Geld, wie wir dann hinlegen müssen, werden die nächstem 10 Genarationen nicht an Steuern erarbeiten können. Jagt endlich die Regierung samt den etablierten Parteien zum Teufel.
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