17.05.2011, 12:13 Uhr | dpa-AFX, dpa, cs
Die Schuldenkrise in den USA verschärft sich immer mehr und hat die Wirtschaftssupermacht an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. So durchbrachen die Amerikaner jetzt ihre selbst gesetzte Schulden-Schallmauer von 14,3 Billionen Dollar. Damit darf die Regierung sich kein neues Geld mehr leihen. Nur mit Hilfe von Tricks sichert sie sich die Zahlungsfähigkeit - doch die Uhr tickt. Bereits in wenigen Wochen geht den USA das Geld aus, sollte es im Kongress nicht zu einer Einigung kommen. Scheitert die Vermittlung, drohen den Amerikanern laut US-Finanzminister Timothy Geithner "katastrophale wirtschaftliche Konsequenzen" - die auch Deutschland mit in den Abgrund reißen könnten.
In einem Brief informierte Geithner die Kongressmitglieder darüber, dass nun eine Reihe "außergewöhnlicher Maßnahmen" notwendig sei, um die Zahlungsfähigkeit der Regierung weiter zu gewährleisten. Dazu zähle, dass der Staat neue Investments in einen Beamten-Pensionsfonds bis auf weiteres aussetze. Dadurch könnten über zwei Monate zwölf Milliarden Dollar zusammenkommen. Um weiterhin zahlungsfähig zu sein, sollen zudem Staatsanleihen, die in dem Pensionsfonds investiert sind, verkauft werden.
Selbst mit Hilfe von Sondermaßnahmen erwartet Geithner, dass die USA nur noch bis zum 2. August all ihre Rechnungen begleichen können. Er appellierte eindringlich an den Kongress, die Obergrenze anzuheben, wie es bislang immer wieder der Fall war.
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Es gehe darum, "das volle Vertrauen in die USA und ihre Kreditwürdigkeit zu schützen, um dadurch katastrophale wirtschaftliche Konsequenzen für ihre Bürger abzuwenden", erklärte Geithner. Unmittelbare wirtschaftliche Folgen werden durch das Reißen der Schuldenlatte allerdings nicht erwartet. Bliebt eine Anhebung aus, könnte es allerdings zum ersten Zahlungsausfall der USA in der Geschichte kommen. Und das würde Schockwellen durch die gesamte Weltwirtschaft senden.
Präsident Obama warnte jüngst bereits, die USA würden im Fall einer Zahlungsunfähigkeit in eine schwere Rezession schlittern, die die Folgen der Finanzkrise von 2008 in den Schatten stellen würde. Nach wie vor ist die Arbeitslosigkeit in den USA verhältnismäßig hoch. Auch die konjunkturelle Erholung geht nur schleppend voran. Deshalb sieht Fed-Chef Ben Bernanke Gefahren für US-Firmen, die immer noch mit den Folgen der vergangenen Krise zu kämpfen hätten. Die Schuldenobergrenze sei "keine Verhandlungsmasse", erklärte er.
Sollte der Staat als Impulsgeber ausfallen, wäre dies eine Katastrophe für die Wirtschaft - mit erheblichen Folgen auch für die Handelspartner der USA. Denn nach wie vor ist Amerika die Wirtschaftssupermacht. Hustet das Land, bekommt die Welt einen Schnupfen. Dann würde auch der rasante Wirtschaftsboom in Deutschland abgewürgt - der Aufschwung wäre in Gefahr. Doch so weit werden die Amerikaner es voraussichtlich nicht kommen lassen. Denn die Folgen wären auch für die Finanzmärkte verheerend.
Komme keine Einigung zustande, "wird der Anleihemarkt übel reagieren, und die Frage ist dabei - wie übel", sagte der Chefökonom der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), David Wyss, dem "Wall Street Journal". Damit würde sich die Schuldenkrise in den Euroländern sicherlich weiter verschärfen. Denn ein US-Anleihen-Crash würde die Finanzmärkte in ein beispielloses Chaos stürzen - der Anleihenmarkt könnte abermals zum Erliegen kommen. Und diesmal könnten die USA nicht wieder viele hundert Milliarden Dollar in den Markt pumpen.
Nach Angaben der US-Zeitung "The Hill" ist ein Deal zwischen den Republikanern im Kongress und dem Weißen Haus über eine Anhebung bislang nicht in Sicht. Zwar haben bereits Gespräche begonnen, aber nach wie vor steht ein Streit über Einsparungen, eine Reform der Sozialsysteme und die Frage, ob Steuererhöhungen zur Finanzierung des Haushaltslochs beitragen sollen, einer Einigung im Weg. Wirtschaftsexperten zeigten sich aber in einer Umfrage des "Wall Street Journal" mit übergroßer Mehrheit überzeugt, dass das Weiße Haus und die Republikaner bis August einen Deal schmieden werden. Es gibt also noch Hoffnung, dass der Welt vorerst einen neue Weltwirtschaftskrise erspart bleibt.
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Quelle: dpa-AFX , t-online.de
mmeyer schrieb:
am 18. Mai 2011 um 11:06:30
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USA Pleite
Nicht nur die USA ist Pleite...Deutschland doch auch
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Micha schrieb:
am 18. Mai 2011 um 10:41:56
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USA
Ich war Versicherungsvermittler bei einer großen Versicherung. Am 31.03.2011 habe Ich mich aus diesem Gewerbe verabschiedet und meinen
Beruf an den Nagel gehängt, da Ich es nicht mehr verantworten kann, den Menschen für ihr hart erarbeitetes Geld irgendein Finanzprodukt zu verkaufen. Ich bin der Ansicht, das ein totaler Crash nicht mehr zu vermeiden ist. Es gibt nur noch einge Superreiche, wenig Mittelständler und immer mehr Arme. Das ist ein Pulverfass. 2012 lässt grüßen.
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luzifer0_10 schrieb:
am 18. Mai 2011 um 10:13:51
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(0)
USA Pleite
Das würde Marx und Engels jubeln lassen - der Kapitalismus am Ende
ein Leben ohne Spekulanten wäre deutlich billiger
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