vom Thu Nov 12 19:15:35 CET 2009 | aktualisiert am Fri Nov 13 09:23:24 CET 2009 | Spiegel Online
Immer mehr Großkonzerne impfen ihre Mitarbeiter gegen Schweinegrippe (Foto: ddp) ThyssenKrupp hat schon Hunderte Mitarbeiter geimpft, Telekom und BASF wollen bald folgen: Deutschlands Konzerne kämpfen gegen die Schweinegrippe. "Spiegel Online" beantwortet die wichtigsten Fragen zur Immunisierung am Arbeitsplatz und zeigt, welche Firmen ihre Belegschaft schützen. Jeden Tag melden Ärzte Hunderte neue Schweinegrippe-Infektionen - doch die Impfkampagne stockt. Bis Ende November wird weniger als ein Fünftel der bestellten Dosen bereitstehen, räumte Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) jetzt ein. Millionen Deutsche müssen damit länger auf ihre Impfung warten.
Die Mitarbeiter vieler Konzerne dürfte das Impf-Chaos dagegen nicht treffen: Die ersten Unternehmen nehmen die Vorsorgemaßnahmen bereits selbst in die Hand. "Wir impfen schon", sagt etwa Alexander Wilke, Unternehmenssprecher bei ThyssenKrupp. "Bislang haben mehrere hundert Mitarbeiter auf allen Hierarchie-Ebenen eine Impfung erhalten, die meisten davon in Duisburg." Die Belegschaft habe auf das Angebot äußerst positiv reagiert. "Mittelfristig ist es unser Ziel, allen 180.000 Mitarbeitern die Möglichkeit zu eröffnen, sich im Betrieb impfen zu lassen", sagte der Sprecher.
Andere DAX-Konzerne planen ebenfalls innerbetriebliche Impfungen. Beim Sportartikel-Hersteller Adidas in Herzogenaurach soll im kommenden Monat gegen die Schweinegrippe geimpft werden. "Für den Dezember sind Impftermine geplant, Mitarbeiter können sich dann bei Interesse freiwillig impfen lassen", teilt das Unternehmen mit. Auch die Telekom will ihre Mitarbeiter schützen. Der betriebsärztliche Dienst habe bereits Impfdosen geordert. "Wann und in welcher Menge uns diese zur Verfügung stehen werden, hängt von der Entscheidung des Gesundheitsamts ab", teilt die Telekom mit.
Autobauer Daimler dagegen überlässt das Impfen dem öffentlichen Gesundheitswesen. Auch die Deutsche Bank plant derzeit kein spezielles Programm für ihre Mitarbeiter. "Es gibt in Deutschland ja eine breite Vorsorge über die Gesundheitsstellen", sagt Pressesprecher Christoph Blumenthal.
Spiegel Online
schrieb:
Kommentar melden
mehr
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Bitte schreiben Sie eine Bemerkung.

Die Kommentare geben die Meinung des jeweiligen Verfassers wieder, die Deutsche Telekom AG distanziert sich daher von den Inhalten der Kommentare.
Der Verfasser ist einverstanden, dass sein Kommentar in die Webseiten der Deutschen Telekom AG (v.a. in den Portalen von t-online.de) eingestellt und dort zum Abruf bereitgehalten wird. Er räumt der Deutschen Telekom AG hiermit das räumlich, inhaltlich und zeitlich sowie nach Abrufmengen unbeschränkte und unwiderrufliche Recht ein, seinen Kommentar in den Webseiten der Deutschen Telekom AG einzustellen, zu vervielfältigen, zum Abruf bereit zu halten und öffentlich zugänglich zu machen.
Außerdem sichert der Verfasser der Deutschen Telkom AG die Rechtmäßigkeit seines Kommentares zu und wird keine rechtsverletzenden sowie strafrechtlich relevanten Inhalte einstellen