Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft >

Schweinegrippe könnte Weltwirtschaft schocken

...

Schweinegrippe könnte Weltwirtschaft schocken

17.08.2009, 12:37 Uhr | cs

Breitet sich die Schweinegrippe weiter aus, wird das auch die Weltwirtschaft belasten (Foto: Reuters) Breitet sich die Schweinegrippe weiter aus, wird das auch die Weltwirtschaft belasten (Foto: Reuters)Viele Mitarbeiter hören in diesen Tagen von ihren Chefs ein ungewohntes Kommando: "Hände waschen!" Hinter der neuen Fürsorge steckt die Schweinegrippe. Experten fürchten, dass sich die Grippewelle spätestens im Herbst global verschärft. Das könnte die Weltkonjunktur treffen. Auch die gerade aus der Rezession kommende deutsche Wirtschaft beobachtet als Exportweltmeister den Verlauf der Pandemie akribisch. Denn Experten befürchten bei einem flächendeckenden Ausbruch für die Wirtschaft Schäden in Milliardenhöhe.

Chronologie - Die Ausbreitung der Schweinegrippe
Börsencrash - Die schwarzen Tage an der Börse
Verständlich erklärt - Konjunkturzyklen und Krisenbegriffe

Bislang kein wirtschaftlicher Schaden

Noch hat die Grippe nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) im Außenhandel kaum Schaden angerichtet. DIHK-Außenhandelschef Axel Nitschke warnt aber, dass die Situation schnell kippen könnte: "Wenn Hygienestandards nicht eingehalten werden, ist mit einer weiteren Ausbreitung der Pandemie und damit auch spürbaren Konsequenzen für die Weltwirtschaft zu rechnen." Ganze Branchen und Verwaltungen würden lahm liegen, wenn große Teile der Belegschaften krank ans Bett gefesselt sind.



Schweingrippe: So reagieren die Länder

Die Experten der Auslandshandelskammern (AHKs), die an 120 Standorten in 80 Ländern vertreten sind, haben jetzt untersucht, wie in ausgewählten Exportländern auf die Schweinegrippe reagiert wird. Wenn etwa in Frankreich im September die höchste Alarmstufe ausgelöst werden sollte, drohen die Schließung öffentlicher Einrichtungen und ein Verbot kultureller Veranstaltungen. Die großen Firmen haben interne Notpläne vorbereitet. Kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt dafür aber meist das Wissen und die Kapazitäten.

Das planen die Benelux-Staaten

Belgien bereitet sich nach AHK-Angaben auf eine dramatische Zuspitzung der Schweinegrippe ein. Die Vereinigung der flämischen Handelskammern/VOKA befürchtet ab September bis zu drei Millionen Kranke in Belgien. Das wäre knapp ein Drittel der Bevölkerung. Die Unternehmen haben ihre Hygiene-Vorschriften verschärft. In den Niederlanden rechnen das Wirtschaftsministerium und Unternehmerverbände mit einem Personalausfall durch die Schweinegrippe von (im schlimmsten Fall) bis zu 30 Prozent im Herbst/Winter. "Falls es zu diesen hohen Krankheitsständen kommt, ist durch die enge wirtschaftliche Verflechtung Deutschlands und den Niederlanden mit Auswirkungen im Handelaustausch zu rechnen", schreibt der DIHK.



Videokonferenzen zum Schutz der Mitarbeiter

In Kanada herrscht ein Gefühl der relativen Sicherheit durch ausreichende Versorgung mit Impfstoffen. Allerdings: Videokonferenzen werden verstärkt genutzt und Desinfektionsgeräte im Büro aufgestellt. In Lateinamerika ist die Situation bereits ernster. Peru hat Todesfälle und viele Erkrankungen gemeldet. Die Schulferien wurden per Dekret verlängert. Der Tourismus ist leicht rückläufig - nach Einschätzung der AHK liegt dies aber auch an der allgemeinen Wirtschaftskrise.

Schweingrippe belastet den Tourismus

Argentinien hat Export- und Importbeschränkungen auf Schweinefleisch verhängt. Die heftigsten Konsequenzen der Grippe gibt es mit einem Minus von 35 Prozent im Tourismus. Direkte Auswirkungen auf den deutsch-argentinischen Außenhandel sind bislang ausgeblieben. Jedoch werden Firmenreisen verschoben.

Asien bereitet sich auf den Ernstfall vor

Die Experten des DIHK haben auch nach Asien geschaut. In Thailand und Vietanm ist das Thema Schweinegrippe nach der schlechten Erfahrung mit SARS akut. Die Maßnahmen reichen von regelmäßigem Händewaschen bis hin zum Tragen von Schutzmasken. Die Firmen verschicken Rundschreiben mit Verhaltensregeln. Bei einer Bevölkerung von 1,2 Milliarden verzeichnet Indien bislang 22 Todesfälle. In einigen Bundesstaaten wurden Schulen und Kinos zeitweise geschlossen. Einschränkungen im Handel gibt es aktuell nicht.



Sondersituation in Saudi-Arabien

Saudi-Arabien ist sich seiner besonderen Situation bewusst. Rund sieben von acht Millionen Gastarbeitern kommen aus armen Ländern ohne hygienische Standards. Das Ansteckungspotenzial wird steigen, weil zum Ramadan im September und zur Hadsch-Pilgerfahrt im Oktober Millionen Pilger unterwegs sind.

Schäden in Milliardenhöhe befürchtet

Noch weiß niemand, wie schlimm die ökonomischen Folgen der Grippe tatsächlich ausfallen werden. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hatte vor drei Jahren bei der Vogelgrippe eine Pandemie-Modellrechnung aufgestellt. Käme es bundesweit zu heute unvorstellbaren 50.000 bis 150.000 Todesfällen, lägen die geschätzten Kosten für die Volkswirtschaft in diesem Szenario bei 25 bis 75 Milliarden Euro. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) würde um ein bis drei Prozent schrumpfen.

Mehr Themen:
Erstmals seit Anfang 2008 - Deutsche Wirtschaft wächst
Rezession scheint gestoppt - Steinbrück vorsichtig
Inflationsrate - Verbraucherpreise sinken zum ersten Mal seit 22 Jahren
Außenhandel - Deutsche Exporte legen wieder deutlich zu




Quelle: dpa , t-online.de

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Schweinegrippe könnte Weltwirtschaft schocken" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Schweinegrippe könnte Weltwirtschaft schocken" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Schweinegrippe könnte Weltwirtschaft schocken"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Riesiger Fernsehgenuss
Knüller knallhart bei euronics.de

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de

Einkaufswelt
14,95 €-Gutschein sichern
Gutschein-Aktion bei KLiNGEL.de

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de

Einkaufswelt
Premium-Freizeitmode
BRAX - Premium-Mode vom Passformspezialisten

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special

Einkaufswelt
Hier sparen Sie bis zu 90%
Bildschöne Mai-Schnäppchen zum kleinen Preis - bei Hugendubel.de

Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

Whistleblower gefeu- ert: Firma muss zahlen
Altenpflegerin Brigitte Heinisch (Quelle: dpa)

Altenpflegerin erhält 5- stellige Abfindung. mehr

Es bleibt dabei: Hertha muss in die zweite Liga
Fans stürmen den Rasen beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC.

Bizarre Kriegsvergleiche ziehen nicht. mehr


Anzeigen

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige