10.06.2011, 12:02 Uhr | AFP
Selbst getragene Pflegekosten können als außergewöhnliche Belastungen steuermindernd geltend gemacht werden. Abzuziehen sind allerdings neben den Leistungen der gesetzlichen auch Leistungen einer privaten Pflegeversicherung, das geht aus einem Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) in München hervor (Az: VI R 8/10).
Der Kläger ist schwer pflegebedürftig und lebt in einem Heim. Die Heimkosten betragen jährlich fast 100.000 Euro. In seinen Steuererklärungen zog er davon die Leistungen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ab und machte einen verbliebenen "Mehraufwand" von gut 22.000 Euro als außergewöhnliche Belastungen geltend. Das Finanzamt erkannte dies grundsätzlich an, zog aber weitere rund 8000 Euro ab, die der Pflegebedürftige aus einer privaten Pflegekrankenversicherung erhielt.
Das ist richtig, urteilte nun der BFH. Als außergewöhnliche Belastungen könnten nur die Kosten geltend gemacht werden, die der Pflegebedürftige tatsächlich selbst trägt. Umgekehrt können aber die Beiträge zu einer privaten Pflegeversicherung steuermindernd als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Im konkreten Fall hatte der Kläger dies früher auch getan.
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Quelle: AFP
XYZ schrieb:
am 2. Juni 2011 um 17:05:13
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Pflegekosten
8500 Euro monatlich Pflegekosten = 100.000 Euro / Jahr ? Das kann sich doch kein ehenmaliger Arbeiter oder Angestellter
leisten. Schöne Aussichten für Leute in "prekären Arbeitsverhältnissen" - die können gleich den "Strick nehmen".
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Levitian schrieb:
am 2. Juni 2011 um 13:32:17
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@sauerland
Antwort: in den Sanitätshäusern. Was die dort für Kurse aufrufen für ganz banale Hilfsmittel, ist jenseits von Gut und Böse.
Da wird ein AOK-Shopper, der bei Aldi 90 € kostet, gern mal zu einem High-Tech-Gerät für 500 €. Die Kassen zahlen ja und das Ding bleibt selbstverständlich im Eigentum des Anbieters.
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sauerland schrieb:
am 2. Juni 2011 um 09:06:20
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grauer Markt Pflegekosten
wo verdient es sich heute leichter Geld, als in der Pflege, wohlgemerkt als Betreiber einer solchen Einrichtung. Da
werden zwischen 3.000 bis 6.000€ pro Monat verlangt, für zum Teil 2 Bett-Zimmer mit einer Hilfpflegekraft aus Polen etc. die kaum Deutsch kann. 2 oder 3 Pflegkräfte bedienen dann 10 oder mehr Patienten, welche tolle Gewinnspanne. Die Politik schaut selbstverständlich zu, haben die doch Freunde zu unterstützen. Sowas nenn ich Skandal, aber das Volk schaut lieber zu, statt zu handeln
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