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Seltene Erden verteuern wohl Haushaltsgeräte

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"FAZ": Seltene Erden verteuern Haushaltsgeräte

07.09.2011, 09:20 Uhr | dpa-AFX

Bei der Produktion von Herdplatten setzen die Hersteller auf seltene Erden (Quelle: imago)

Bei der Produktion von Herdplatten setzen die Hersteller auf seltene Erden (Quelle: imago)

Seit Jahren klagt die Wirtschaft über die Verknappung und Verteuerung von seltenen Erden. Nun kommen die Preissteigerungen offenbar beim Verbraucher an. Nachdem die Konsumenten vorige Woche auf steigende Kosten bei Energiesparlampen eingestimmt wurden, schließt nun auch der Bosch Siemens Hausgeräte-Konzern als Europas größter Hersteller von Haushaltsgeräten Preiserhöhungen noch in diesem Jahr nicht mehr aus.

Auch Stahl verteuert Hausgeräte

Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" begründet das Münchner Unternehmen dies mit den teureren Rohmaterialien wie Stahl und Edelstahl sowie auch der eingesetzten Metalle der seltenen Erden. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte, Bosch Siemens Hausgeräte werde "alles daran setzen, dass wir die Kostensteigerungen von Stahl und seltenen Erden nicht 1:1 in unsere Produktpreise weitergeben". Die teuren Metalle werden bei Haushaltsgeräten etwa bei der Emaillierung von Herden eingesetzt oder auch bei Magneten für Motoren und Pumpen.

Seltene Erden bis zu 3000 Prozent teurer

Bei immer mehr Waren, darunter auch High-Tech-Produkt wie etwa MP3-Spieler und wiederaufladbaren Batterien, kommen die seltenen Erden zum Einsatz. Früher betrug der Preisanteil der Rohstoffe an den Produkten nur wenige Prozentpunkte. Doch die seltenen Metalle haben sich innerhalb weniger Jahre um 1000 bis 3000 Prozent verteuert. Entsprechend ist der Anteil der Metalle an den Gesamtkosten der Produkte gestiegen.

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China dominiert Markt der seltenen Erden

Die seltenen Erden werden zu 97 Prozent aus China in die Welt exportiert. China wird vorgeworfen, das Angebot künstlich zu verknappen, um so Preisschübe auszulösen. Das weist das Land zurück. In der Wirtschaft ist man über das Gebaren der Chinesen aber zunehmend verärgert und hofft nun auf andere Produzenten. Denn seltene Erden sind nicht so rar wie der Name vermuten lässt.

Bosch Siemens will Anteil der seltenen Metalle reduzieren

Doch die Produktion der Metalle ist aufgrund der geringen Konzentration sehr aufwändig und teuer. Deswegen haben viele andere Länder wie etwa die USA, Australien oder Russland den Chinesen das Feld überlassen. In den kommenden Jahren dürfte aber wieder vermehrt andere Anbieter auf den Plan treten. Der Hausgerätehersteller Bosch Siemens bemüht sich nun darum, den Einsatz von seltenen Erden mittel- bis langfristig zu reduzieren. Diese Maßnahmen dürften allerdings erst in ein bis zwei Jahren greifen.


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Quelle: dpa-AFX

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Kommentare (6)

zum Forum

Thema: "Seltene Erden verteuern wohl Haushaltsgeräte"

mass- und planlos schrieb: am 7. September 2011 um 12:55:53
(0) (0) koltan und co
in D wurden bereits 200 mill. handys verkauft, 60 % der weltproduktion an solaranlagen auf dächer genagelt, 2009 zwei
millionen intakte autos zusätzlich geshreddert, ( konjunkturprogramm ) da wundern wir uns, wenn resourcen knapp und teuer werden. ach ja, energiesparlampen, neue computergesteuerte kühlschränke, ipods, usw.
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rein schrieb: am 7. September 2011 um 10:45:03
(3) (0) China
Das unsere Politiker China,Land ohne Menschenrechte hofieren ist unglaublich.China strebt wirtschaftlich die Weltherrschaft
an. Sicherung der Rohstoffe in Afrika,massiver Aufkauf von europäischen u.amerikanischen Staatsanleihen,massiver Ankauf von Firmen. Die gelbe Gefahr ist sehr präsent u.wenn man jetzt nicht aufpaßt,ist es irgendwann zu spät.
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RudiRatlos schrieb: am 7. September 2011 um 08:59:19
(0) (0) JoJo Datt
nö nö nö - das beißt sich jetz aber, von staatssubventionierten Preisen zu sprechen, wenn die Preise um 1000 bis 3000%
gestiegen sollen, da fällt dann wohl eher ein netter Zusatzgewinn an und keine Subvention. Wegen ursprünglich niedrigerer Preise haben andere aufgegeben und den Chinesen das Feld überlassen, so dass sie jetzt ein Monopol haben (97%) und damit den Preis bestimmen - das ist Marktwirtschaft, Konkurrenz fehlt eben inzwischen
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