23.05.2011, 17:46 Uhr | cs mit AFP
Sex-Sause von Versicherung sorgt weiter für Wirbel (Symbolbild: imago) (Quelle: imago)
Die Sex-Party der Hamburg Mannheimer in einer Budapester Therme zieht immer weitere Kreise. Wie nun bekannt wurde, lud einer der Gründer des Finanzdienstleisters AWD zu der frivolen Belohnungsreise ein ein. So war Kai Lange offenbar zu dieser Zeit als Vertriebschef der Hamburg Mannheimer verantwortlich und beglückte seine Mitarbeiter mit der umstrittenen Sause. Dem "Handelsblatt" sagte Lange, er habe sich nichts vorzuwerfen. Unterdessen prüft die ERGO-Versicherung eine Strafanzeige. In der ERGO-Gruppe ist die Hamburg Mannheimer inzwischen aufgegangen. Die Sex-Partys sollen dort eine jahrzehntelange Tradition haben.
"Wir prüfen derzeit, welche Möglichkeiten bestehen, gegen die damals Verantwortlichen vorzugehen", sagte eine Sprecherin dem "Handelsblatt". Dazu gehöre auch die Prüfung der strafrechtlichen Seite. Dabei ist sich Lange keiner Schuld bewusst. Er selbst habe sich den ganzen Abend im Bereich der Diskothek aufgehalten, erklärte er dem Blatt. Er wisse daher nicht, was die Vertreter auf dem Gelände der Therme gemacht hätten. Von den Prostituierten habe er erst aus der Zeitung erfahren.
Lange gründete laut Bericht 1988 den Finanzdienstleisters AWD, den er gemeinsam mit seinem Schwager Carsten Maschmeyer führte. 1999 wechselte er demnach als Vertriebschef zur Hamburg Mannheimer, seit 2008 arbeitet er für den Finanzdienstleister Formaxx. Nach Angaben von Formaxx-Vorstand Eugen Bucher gibt es dort keine Sexreisen. Auch ein AWD-Sprecher schloss solche Veranstaltung als Belohnung für verdiente Mitarbeiter aus.
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Die Frage, wer die Anweisung gab, Prostituierte einzuladen und Himmelbetten aufzustellen, beantwortete Lange nicht. Er bestätigte aber dem Blatt, dass er als Vertriebsdirektor seine besten 100 Vertreter im Jahr 2007 zu der dreitägigen Reise nach Ungarn einlud. Höhepunkt der Reise war die Party in der historischen Gellert-Therme in Budapest. Neben Livemusik, Sternekoch und Akrobaten sollten auch 20 Prostituierte die Sinne der Vertriebler stimulieren. Eine Sex-Party der Extraklasse, denn die Damen sollen samt Himmelbetten zur freien Verfügung gestanden haben.
"Jeder konnte mit einer der Damen auf eines der Betten gehen und tun, was er wollte“, sagte ein Teilnehmer dem "Handelsblatt". "Die Damen wurden nach jedem solcher Treffen mit einem Stempel auf ihrem Unterarm abgestempelt. So wurde festgehalten, welche Dame wie oft frequentiert wurde."
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Organisiert hatte die Reise und das Fest eine Event-Agentur, wie ERGO-Chef Torsten Oletzky dem "Spiegel" sagte. Allein die Abendveranstaltung habe 83.000 Euro gekostet. "Es wird schwer zu rekonstruieren sein, wer was auf dieser Reise getan hat. Außerdem ist die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung allein kein Grund, personelle Konsequenzen zu ziehen. Man kann das moralisch verurteilen - aber das wirklich gravierende Vergehen ist, dass damals Verantwortliche aus unserem Unternehmen so etwas organisiert haben", erklärte Oletzky. Dem Unternehmen sei das ganze "unheimlich peinlich".
Dabei scheinen die Eskapaden der Vertriebler keine Ausnahme-Erscheinung zu sein. So berichteten nicht genannte Vertreter dem "Handelsblatt", Hamburger Prostituierte seien bei Führungskräftetagungen der Hamburg Mannheimer Stammgäste gewesen. Nach den Beschreibungen hätte dies eine jahrzehntelange Tradition. Damit könnten auf den ERGO-Chef also auch in Zukunft noch weitere, frivole Hiobsbotschaften zukommen.
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Quelle: t-online.de , AFP
Domingo schrieb:
am 23. Mai 2011 um 19:30:09
(1)
(0)
Vertriebler
Mein ehem. Cheffe (Elektrobranche) berichtete mal im kleinen Kreise, dass er seine besten Vertriebsabschlüsse im Puff gemacht
hat - und das nicht nur einmal!
Von meiner Frau erfuhr ich aus ihrem Berufsleben (Tiefbau) ähnliches - ihr Chef lud zum Abschluss von großen Bauvorhaben Beteiligte in einen Hamburger Edel-Sauna-Puff ein. Es scheint geübte Praxis zu sein, verdiente Mitarbeiter auf solche Art besonders zu belohnen. Hartz hat es doch auch gemacht.....
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ellobo schrieb:
am 23. Mai 2011 um 18:16:12
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(0)
Verhältnisse
Wenn man sich das Verhältnis von Vertretern und Prostituierten klarmacht, das muss man auch wollen, nach vier seiner Kollegen
dranzukommen.
Ich weiss nicht, warum man das Geld nicht als Prämie auszahlen kann, wahrscheinlich auch noch steuerlich absetzbar.
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Klausi schrieb:
am 23. Mai 2011 um 18:13:46
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(0)
Sex Skandal
Ist doch super, die Prämien werden jedes Jahr teurer, es kommt immer weniger
raus, wenn der Gewinn dann bei Partys verjubelt
wird.
Es gibt nur eins, alle Verträge kündigen.
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