
07.01.2011, 07:46 Uhr | Financial Times Deutschland
Chinas Wirtschaftsboom macht Schanghai zum weltgrößten Hafen beim Containerumschlag (Foto: dpa)
China hat einen neuen Superlativ: Shanghai ist am jahrelang weltgrößten Umschlagplatz für Container vorbeigezogen. Auch europäische Standorte erholen sich langsam von der Krise.
Dank der gewaltigen Exporte schlugen die Terminals der größten Stadt des Landes 2010 mehr als 29 Millionen Container der 20-Fuß-Standardgröße (TEU) um, wie die chinesische Regierung mitteilte. Das entspricht einem Wachstum von gut 17 Prozent. Damit transportierte Shanghai rund 500.000 TEU mehr als der Hafen in Singapur, der bis 2009 immer knapp vor den Chinesen lag.
Die Zahlen verdeutlichen den enormen Aufschwung der chinesischen Industrie und deren Exporte. Auch die anderen großen Häfen Hongkong, Shenzhen, Busan, Guangzhou, Ningbo und Qingdao - alle unter den Top Ten der Welt - legten laut den Marktforschern von Research and Markets zu. Shanghai profitierte zudem von der Weltausstellung Expo im Sommer. Die Stadt hatte Singapur erstmals im August beim Containerumschlag überholt und dann so zugelegt, dass der Hafen auch über das Jahr hinweg mehr Betrieb hatte.
Auch bei den europäischen Häfen macht sich die Erholung der Weltwirtschaft bemerkbar. Sowohl Rotterdam als auch Antwerpen und Zeebrügge haben das Jahr mit Umschlagrekorden abgeschlossen. In Rotterdam, Europas mit Abstand größtem Hafen, lag der Containerumschlag um 14 Prozent über dem Vorjahr bei 11,1 Millionen TEU.
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Von dem Aufschwung in Rotterdam profitieren ebenfalls die Chinesen. Die meisten Terminals betreibt dort das Hafenunternehmen ECT, eine Tochter des chinesischen Hutchison-Konzerns. Auf ihren Anlagen wuchs der Umschlag sogar um gut 20 Prozent auf sieben Millionen TEU. Vor allem der Verkehr zwischen Europa und Asien sei stark gewachsen, teilte die Rotterdamer Hafenverwaltung mit.
"Auf dieser Strecke werden immer mehr, immer größere Schiffe eingesetzt, die Rotterdam leichter anlaufen können als die Häfen der Wettbewerber", hieß es. Damit spielt der Rotterdamer Hafenchef Hans Smits vor allem auf Hamburg an. Der Hamburger Hafen kämpft noch immer für eine Vertiefung der Elbe, damit auch Schiffe mit größerem Tiefgang ein- und auslaufen können.
Auch Hamburg erholt sich aber von der Krise. HHLA, der größte Terminalbetreiber der Hansestadt, rechnet mit einem Umschlagwachstum von mehr als 15 Prozent in diesem Jahr. Allerdings wandert ein Großteil des Aufschwungs der deutschen Exporte nach Rotterdam ab. "Deutschland war im vergangenen Jahr der Wachstumsmotor für unseren Hafen", sagte Smits. "Wir haben vom Wirtschafts- und Exportboom unserer östlichen Nachbarn enorm profitiert."
Quelle: Financial Times Deutschland
pro atom renate schrieb:
am 7. Januar 2011 um 12:52:03
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hamburger hafen
wird zeit das die ökos aus dem rathaus verschwinden.mit cdu und fdp gibt es eine vertiefung der elbe und der hamburger hafen
generiert wieder arbeitsplätze.das ist die beste sozialpolitik und nicht die erhöhung von hartz4 für die alkoholiker und raucher in der unterschicht.
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