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Siemens-Affäre: Top-Politiker aus Griechenland bestochen

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Siemens schmierte griechische Top-Politiker

01.02.2011, 14:56 Uhr | dpa,t-online.de

Das Siemens-Hauptquartier in Athen - flossen von hier aus die Millionen an griechische Politiker? (Foto: dpa)

Das Siemens-Hauptquartier in Athen - flossen von hier aus die Millionen an griechische Politiker? (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Neue Enthüllungen im Siemens-Schmiergeldskandal: Laut einem Untersuchungsausschuss des griechischen Parlamentes sollen zahlreiche ranghohe Politiker in die Korruptionsaffäre verwickelt sein. Demnach trügen der frühere Ministerpräsident Kostas Simitis und zahlreiche Minister seiner Partei sowie mehrere ehemalige Minister der oppositionellen konservativen Partei Nea Dimokratia die politische Verantwortung für die Zahlungen. Dies meldet der griechische Staatsfunk.

Siemens zahlte Schmiergelder von bis zu 100 Millionen Euro

Nach Schätzungen könnten an griechische Politiker und Funktionäre Schmiergelder in einer Gesamthöhe von bis zu 100 Millionen Euro geflossen sein. Nun soll ein Ermittlungsausschuss im Parlament untersuchen, welcher Politiker welche Summen kassiert hat. Anschließend könne über eine Aufhebung der Immunität beraten werden.

Nach Ansicht von Juristen sind die Fälle jedoch zum Teil verjährt. Bei der Affäre soll es um Aufträge für die Digitalisierung des griechischen Telefonnetzes in den 90er Jahren, Kommunikationssysteme für die griechischen Streitkräfte und um das Überwachungssystem für die Olympischen Spiele 2004 gegangen sein.

Der frühere griechische Verkehrsminister Tassos Mandelis hatte bereits im Mai 2010 gestanden, von Siemens geschmiert worden zu sein. So habe er 1998 mindestens 450.000 Mark kassiert. Das Geld floss als sogenannter Sponsorenzuschuss auf ein Konto in der Schweiz und war zur Unterstützung von Mandelis Wahlkampf gedacht gewesen. Der Minister wurde allerdings nicht verhaftet. Auch dieser Fall war bereits verjährt.

Siemens-Affäre: 1,3 Milliarden Euro in dunkle Kanäle

Bei Siemens sollen über Jahre hinweg rund 1,3 Milliarden Euro in dunkle Kanäle geschleust und als Schmiergeld eingesetzt worden sein, um lukrative Auslandsaufträge an Land zu ziehen.


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Quelle: dpa , t-online.de

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Kommentare (25)

zum Forum

Thema: "Siemens-Affäre: Top-Politiker aus Griechenland bestochen"

Echo1 schrieb: am 23. Januar 2011 um 16:50:23
(0) (0) Siemens
wenn ich die verschiedenen Schreiben lese frage ich mich, wo diese Schreiber leben. Warum auf Griechenland zeigen, wenn die Koruption
ist so nahe. Meint ihr unsere Berliner werden nicht von den Lobbyisten geschmiert? Getarnt als Parteispende, siehe zum Beispiel FDP Hotelbranche. Es wird in allen Parteien geschmiert. Atomindustrie, Pharmaindustrie etc. Warum wohl macht das Kartellamt nichts. weil unsere Politiker in den Aufsichtsräte sitzen. Wer sägt sich den Ast ab auf dem er sitzt
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Durchblicker schrieb: am 23. Januar 2011 um 15:44:08
(0) (0) Landschaftspflege
Landschaftspflege im Ausland bedeutet Aufträge, Arbeitsplätze, Umsätze, Steuern, Wohlstand, Kindergärten,Straßen,
Schulen, Sozialleistungen im Inland. Alle Empörer und Pharisäer haben direkt oder indirekt von der Cleverness der Siemens-Manager profitiert. Also bitte nicht aus demselben Glashaus heraus, in dem Die Siemens-leute sitzen, Steine nach außen werfen.
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benni schrieb: am 23. Januar 2011 um 15:28:19
(0) (0) koruption
Dafür ist doch Siemens bekannt.

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